Alle britischen und US-Fahrer bei der Tour de France 2026: Tom Pidcock, Matteo Jorgenson und Sepp Kuss führen die vollständige Liste an
Radsport
Die Tour de France 2026 startet mit 13 britischen und US-amerikanischen Fahrern. Zu den prominentesten Namen zählen Tom Pidcock, Matteo Jorgenson, Sepp Kuss, Adam Yates, Brandon McNulty und Josh Tarling.
Auf der endgültigen Startliste stehen sieben britische Fahrer und sechs US-Fahrer. Pidcock führt die britische Gruppe an, während das Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team sein Tour-Debüt gibt.
Gleichzeitig sorgen Jorgenson und Kuss dafür, dass die USA zwei Schlüsselakteure in Team Visma | Lease a Bike’s Angriff auf Gelb rund um Jonas Vingegaard stellen.
Das Rennen beginnt am 04.07. in Barcelona mit einem 19,7-km-Mannschaftszeitfahren und rückt Fahrer wie Tarling, Jorgenson und McNulty sofort in den Fokus. Später sollten das 26,1 km lange Einzelzeitfahren auf Etappe 16 und das abschließende Alpen-Wochenende mit zwei aufeinanderfolgenden Alpe-d’Huez-Etappen die Kletterer und Berghelfer noch stärker nach vorn bringen.
Britische Fahrer bei der Tour de France 2026
| Fahrer | Team |
| Lewis Askey | NSN Cycling Team |
| Jake Stewart | NSN Cycling Team |
| Tom Pidcock | Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team |
| Fred Wright | Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team |
| Josh Tarling | Netcompany INEOS |
| Max Walker | EF Education - EasyPost |
| Adam Yates | UAE Team Emirates – XRG |
Pidcock ist der größte britische Aufhänger der Startliste. Er kehrt als Leitfigur des Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team zur Tour zurück, mit Etappenambitionen und möglicher GC-Dynamik schon in der ersten Woche. Sein früherer Tour-Sieg am Alpe d’Huez verleiht einer Strecke zusätzliches Gewicht, die am Schlusswochenende zweimal auf den berühmten Anstieg zurückkehrt.
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Bei Pinarello Q36.5 wird er von Fred Wright begleitet, der im Trikot des britischen Straßennmeisters anreist, nachdem er in Aberystwyth Lewis Askey und Connor Swift geschlagen hat. Wright gibt dem Team eine zweite erfahrene britische Stimme, mit der Power und Rennintelligenz, um um Pidcock herum zu arbeiten oder an welligen Tagen eigene Chancen zu suchen.
Tarling passt unter den Briten offensichtlich am besten zum Parcours. Das Teamzeitfahren in Barcelona gibt Netcompany INEOS eine sofortige Verwendung für seine Power, während das Einzelzeitfahren der Etappe 16 ein klareres persönliches Ziel später im Rennen darstellt. Da INEOS ohne Oscar Onley startet, wird Tarlings Stärke gegen die Uhr zu einer der eindeutigsten Waffen des Teams.

Yates soll bei UAE neben Tadej Pogacar eine Schlüsselrolle übernehmen
Yates startet für UAE Team Emirates – XRG als Teil des Unterstützungsgerüsts von Tadej Pogacar. Er bleibt einer von Britanniens verlässlichsten Grand-Tour-Fahrern, bereits mit einem Tour-Podium in der Vita, doch seine Rolle 2026 dürfte eng an die Gelb-Ambitionen von UAE gekoppelt sein.
Das NSN Cycling Team nominiert zwei Briten: Askey und Jake Stewart sind Teil eines Aufgebots, das um die Sprintchancen von Biniam Girmay und breitere Etappenjagd-Optionen herum gebaut ist. Askey reist nach seinem Nationals-Podium hinter Wright an, während Stewart dem Team einen weiteren schnellen, vielseitigen Helfer für den Tour-Block hinzufügt.
Walker komplettiert die britische Liste bei EF Education - EasyPost. Er gibt sein Tour-de-France-Debüt in einem Team, das voraussichtlich stark auf Ausreißergruppen und offensives Racing setzt. Mit Richard Carapaz, Ben Healy, Sean Quinn und weiteren Fahrern hat EF mehrere Optionen jenseits eines klassischen GC-Ansatzes.
US-Fahrer bei der Tour de France 2026
| Fahrer | Team |
| Matthew Riccitello | Decathlon CMA CGM Team |
| Quinn Simmons | Lidl - Trek |
| Sean Quinn | EF Education - EasyPost |
| Matteo Jorgenson | Team Visma | Lease a Bike |
| Sepp Kuss | Team Visma | Lease a Bike |
| Brandon McNulty | UAE Team Emirates – XRG |
Jorgenson und Kuss sind die zwei US-Fahrer, die der Gelb-Debatte am nächsten stehen. Beide starten für Team Visma | Lease a Bike, mit Jonas Vingegaard erneut als Speerspitze für die Tour de France.
Jorgensons Wert erstreckt sich über fast alle Teile der Strecke. Er kann im Teamzeitfahren von Barcelona beitragen, Vingegaard in den Bergen unterstützen und bleibt auf anspruchsvollen Übergangsetappen nützlich, wo Positionierung und Taktik ebenso wichtig sind wie Kletterbeine.
Kuss liefert Visma eine weitere erprobte Berg-Option. Seine Arbeit dürfte vor allem an den schweren Klettertagen sichtbar werden, insbesondere in den Alpen, wo Vingegaard Tiefe um sich herum braucht gegen Pogacar, Remco Evenepoel und den restlichen GC-Kreis.
McNulty bietet den USA einen Fahrer auf der anderen Seite der zentralen Tour-Rivalität. Er startet für UAE Team Emirates – XRG an der Seite von Pogacar und Yates, bringt Kletterstärke, Zeitfahrvermögen und eine wertvolle Helferrolle in einem Kader ein, der um die Verteidigung der Gelb-Hoheit gebaut ist.

US-Meister Quinn Simmons zählt zu den auffälligsten Fahrern im gesamten Peloton
Simmons kommt als US-Straßenmeister zur Tour und gibt Lidl - Trek mit Stars and Stripes eine sichtbare US-Präsenz. Seine besten Chancen dürften aus offensivem Racing entstehen, mit welligen und Übergangsetappen, die seiner Power liegen, sofern sich der Kampf um die Gruppe öffnet.
Sean Quinn stößt bei EF Education - EasyPost zu Walker im Tour-Aufgebot. Der Amerikaner trug früher bereits das US-Meistertrikot und gibt EF einen weiteren Fahrer, der für Helferdienste, Ausreißer und opportunistische Etappenrennen geeignet ist.
Riccitello ist der jüngste US-Name auf der Liste und einer der spannendsten Perspektivfahrer. Vom Decathlon CMA CGM Team nominiert, kommt er als Klettertalent mit wachsender Grand-Tour-Reife nach seinem Durchbruch bei der Vuelta a Espana. Sein Tour-Debüt fügt einer Decathlon-Equipe, die auch Paul Seixas und Olav Kooij umfasst, eine weitere Schicht hinzu.

Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.
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- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
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