„Ab heute beginnt für Filippo ein anderer Giro“ – Filippo Ganna richtet nach überragendem Sieg im Giro d’Italia‐Zeitfahren den Blick auf die Straßenetappen

Radsport
Dienstag, 19 Mai 2026 um 18:15
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Filippo Ganna feierte den Zeitfahrsieg beim Giro d’Italia, der ihm wie auf den Leib geschrieben war, nicht lange. Nach dem dominanten Erfolg auf der 10. Etappe von Viareggio nach Massa öffnete der italienische Meister sofort die Tür zu einem anderen Ziel für die zweite Rennhälfte: ein Straßenetappensieg.

Ganna dominiert Zeitfahren und peilt nun Giro-Etappensieg auf der Straße an

Der Fahrer von Netcompany INEOS beherrschte das 42-km-Einzelzeitfahren klar und stoppte die Uhr nach 45:53 Minuten bei einem Schnitt von 54,9 km/h. Sein Teamkollege Thymen Arensman komplettierte den Doppelsieg, Zweiter mit 1:54 Minuten Rückstand, während Rémi Cavagna mit 1:59 Minuten Dritter wurde.
Für Ganna war es eine Machtdemonstration an dem einen Tag dieses Giros, der perfekt auf seine Stärken zugeschnitten war.
Für Netcompany INEOS wog der Tag noch schwerer. Arensman kletterte mit seiner Fahrt vom sechsten auf den dritten Gesamtrang und machte die Etappe sowohl zum souveränen Spezialistensieg als auch zum großen GC-Durchbruch.

Ganna lobt Netcompany INEOS nach perfektem Zeitfahr-Tag

Gannas Reaktion nach dem Ziel ging schnell über sein eigenes Ergebnis hinaus. Er verwies auf die Teamvorbereitung und auf Arensmans Auftritt im Kampf um die Gesamtwertung. „Ich denke, wir haben diesen Winter einen fantastischen Job gemacht – vor allem mit unseren GC-Fahrern wie Thymen Arensman“, sagte Ganna.
Diese Arbeit war in Massa auf zwei Ebenen sichtbar. Ganna war im Kampf um den Tagessieg unantastbar, während Arensman unter den Klassementfahrern die stärkste Leistung zeigte und sich klar im Podiumskampf positionierte. „Es war ein großartiger Teamjob, also können wir heute Abend ein bisschen genießen und gleichzeitig den Fokus für die letzten 10 Tage hochhalten“, fügte Ganna hinzu.
Die Strecke lieferte Ganna genau den Test, auf den er gewartet hatte. Es war das einzige Einzelzeitfahren des Rennens, aber mit 42 km und ohne größeren Anstieg bot es genug Straße, um Kraft und Pacing in einen entscheidenden Vorteil zu verwandeln. „Ich mag lange Zeitfahren wie dieses wirklich sehr“, sagte er. „Ich bin wirklich glücklich, endlich wieder ein gutes Zeitfahren für mich zu finden – eines ohne Anstieg.“

Ganna nimmt die nächste Giro-Chance ins Visier

Der auffälligste Teil von Gannas Reaktion kam, als er über den Sieg hinausschaute. Die 10. Etappe war auf dem Papier seine klarste Gelegenheit, doch er machte deutlich, dass sein Giro mit dem Zeitfahren nicht beendet ist. „Ab heute beginnt ein anderer Giro für Filippo“, sagte er.
Dieser Satz gibt seinem Rennen eine neue Richtung. Ganna hat gegen die Uhr das erwartete Ergebnis geliefert. Jetzt will er die kommenden Tage klug managen und einen zweiten Sieg in einem ganz anderen Etappentyp suchen. „Ich versuche jetzt, meine Energie zu sparen und dann eine Straßenetappe zu gewinnen – vielleicht am Freitag“, schloss Ganna.
Damit hat Ganna eine neue Mission bei einem Giro, der ihm bereits sein größtes Ziel beschert hat. Das Zeitfahren war die naheliegende Chance, und er nutzte sie eindrucksvoll. Die nächste muss er sich auf der Straße erarbeiten.
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