78 Siege durch 20 verschiedene Fahrer: UAE Team Emirates - XRG beeindruckt 2026 nicht nur dank Tadej Pogacar

Radsport
durch Nic Gayer
UAE Team Emirates - XRG
Auch in der Saison 2026 stand bei UAE Team Emirates - XRG einmal mehr Tadej Pogacar im Mittelpunkt. Doch wer die beeindruckende Erfolgsbilanz der Mannschaft ausschließlich auf die außergewöhnlichen Leistungen des slowenischen Superstars reduziert, übersieht eine ihrer größten Stärken. Der Rennstall aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stellte eindrucksvoll unter Beweis, wie breit sein Kader aufgestellt ist: Nicht weniger als 20 verschiedene Fahrer feierten im Laufe des Jahres mindestens einen Sieg.
Besonders bemerkenswert ist diese Zahl angesichts der enormen Dominanz Pogacars, der erneut einen Großteil der prestigeträchtigsten Rennen für sich entschied. Der Slowene triumphierte bei Strade Bianche, Mailand-Sanremo, der Flandern-Rundfahrt und Lüttich-Bastogne-Lüttich. Hinzu kamen zahlreiche Erfolge bei den großen Rundfahrten. Pogacar gewann die Gesamtwertungen der Tour de France und der Tour de Suisse, sicherte sich fünf Etappensiege bei der Frankreich-Rundfahrt und triumphierte zudem bei der Tour de Romandie sowie der Vuelta a Espana. Mit seinen insgesamt 22 Saisonsiegen hätte er UAE praktisch im Alleingang zu einer der erfolgreichsten Mannschaften des internationalen Pelotons gemacht.

Isaac del Toro glänzt mit zwölf Siegen – UAE feiert insgesamt 78 Erfolge

Doch die beeindruckende Gesamtbilanz von 78 Siegen war keineswegs allein Pogacars Verdienst. Auch Isaac del Toro entwickelte sich zu einem der wichtigsten Erfolgsgaranten des Teams. Der Mexikaner steuerte zwölf Siege bei und war damit hinter Pogacar der zweiterfolgreichste Fahrer der Mannschaft. Besonders bei den Rundfahrten demonstrierte er seine Klasse: Del Toro gewann die Gesamtwertungen der UAE Tour, von Tirreno-Adriatico, der Tour Auvergne-Rhone-Alpes und der LIDL Deutschland Tour. Darüber hinaus feierte er Etappensiege bei der UAE Tour, Tirreno-Adriatico, der Tour Auvergne-Rhone-Alpes und der Tour de France. Im September setzte er mit seinem Triumph beim Grand Prix Cycliste de Montreal ein weiteres Ausrufezeichen.
Tadej Pogacar in Aktion.
Tadej Pogacar und seine Teamkollegen von UAE Team Emirates - XRG dominierten die Radsportsaison 2026. Mit insgesamt 78 Siegen durch 20 verschiedene Fahrer stellte die Mannschaft eindrucksvoll unter Beweis, dass ihre außergewöhnliche Stärke weit über den slowenischen Superstar hinausgeht.
Ebenfalls maßgeblichen Anteil an der außergewöhnlichen Saisonbilanz hatten Jan Christen, Julius Johansen und Benoit Cosnefroy, die jeweils fünf Siege beisteuerten. Christen überzeugte insbesondere bei der AlUla Tour, wo er sowohl die Gesamtwertung als auch eine Etappe gewann. Dazu kamen ein Tageserfolg bei der Tour de Pologne sowie ein erfolgreiches Abschneiden bei den Schweizer Meisterschaften, bei denen er sich sowohl im Straßenrennen als auch im Einzelzeitfahren den nationalen Titel sicherte.
Johansen machte sich dagegen vor allem als herausragender Zeitfahrspezialist einen Namen. Der Däne gewann die Einzelzeitfahren bei der Sibiu Cycling Tour und der Volta a Portugal. Darüber hinaus entschied er die Prologe der Volta a Portugal und der Boucles de la Mayenne für sich. Auch bei O Gran Camino war er im Kampf gegen die Uhr nicht zu schlagen und komplettierte damit seine Bilanz von fünf Saisonsiegen.
Cosnefroy stellte wiederum seine Vielseitigkeit unter Beweis und feierte sowohl bei Eintagesrennen als auch bei Rundfahrten bedeutende Erfolge. Der Franzose gewann den Grand Prix du Morbihan und die Coppa Sabatini. Bei der Boucles de la Mayenne sicherte er sich neben einem Etappensieg auch die Gesamtwertung. Hinzu kam ein weiterer Tageserfolg bei der Tour de Hongrie.

Von Giro-Etappensiegen bis zu nationalen Meistertiteln: UAE überzeugt auf allen Ebenen

Auch Jhonatan Narvaez trug entscheidend zur Erfolgsbilanz bei. Der Ecuadorianer gewann gleich drei Etappen des Giro d'Italia und setzte sich zudem auf einem Teilstück der Tour de Suisse durch. Jay Vine erwischte unterdessen einen besonders erfolgreichen Start in die Saison. Zunächst sicherte sich der Australier den nationalen Meistertitel im Einzelzeitfahren, ehe er bei der Tour Down Under sowohl die Gesamtwertung als auch eine Etappe gewann.
Neben den jüngeren Leistungsträgern bewiesen auch die erfahrenen Profis der Mannschaft ihren Wert. Tim Wellens triumphierte bei der Clasica Jaen und gewann die Gesamtwertung der Tour of Britain. Adam Yates entschied O Gran Camino für sich und feierte dort zusätzlich einen Etappensieg. Nils Politt holte den deutschen Meistertitel im Einzelzeitfahren und gewann darüber hinaus eine Etappe der Tour of Britain. Felix Großschartner sicherte sich ebenfalls einen nationalen Titel und wurde österreichischer Meister im Kampf gegen die Uhr.
Auch auf den übrigen Positionen des Kaders sammelte UAE zahlreiche Erfolge. Juan Sebastian Molano gewann jeweils eine Etappe bei der Tour of Oman und der CRO Race. Marc Soler setzte sich auf einem Teilstück der Vuelta a la Region de Murcia durch, während Igor Arrieta beim Giro d'Italia einen Etappensieg feierte. Rune Herregodts sorgte mit seinem Triumph bei den belgischen Straßenmeisterschaften für einen weiteren prestigeträchtigen Erfolg.
Die portugiesischen Fahrer der Mannschaft leisteten ebenfalls einen wichtigen Beitrag. Besonders erfolgreich präsentierte sich Ivo Oliveira bei der Tour de Kyushu, wo er gleich zwei Etappen und die Gesamtwertung gewann. Sein Bruder Rui Oliveira steuerte einen Tageserfolg bei der Volta a Portugal bei. Bei derselben Rundfahrt konnte sich auch der junge Spanier Adria Pericas in die Siegerliste eintragen. Brandon McNulty komplettierte die lange Reihe erfolgreicher UAE-Profis mit seinem Triumph bei der Veneto Classic und bescherte der Mannschaft damit einen weiteren Sieg bei einem Eintagesrennen.

Uno-X und Red Bull folgen – auch INEOS und Visma - Lease a Bike mit großer Kaderbreite

Dass eine möglichst breite Verteilung der Siege innerhalb des Kaders zu einem wichtigen Erfolgsfaktor geworden ist, zeigt auch der Blick auf die Konkurrenz. Hinter UAE Team Emirates - XRG folgen Uno-X Mobility und Red Bull - BORA - hansgrohe, die in der Saison 2026 jeweils 15 verschiedene Sieger vorweisen konnten. Beide Mannschaften demonstrierten damit ebenfalls, dass ihre Erfolge nicht ausschließlich von einzelnen Spitzenfahrern abhängig sind. Insbesondere bei Uno-X hat sich die Fähigkeit, mit zahlreichen unterschiedlichen Profis Rennen zu gewinnen, zu einem prägenden Merkmal der Teamphilosophie entwickelt.
Auch Red Bull - BORA - hansgrohe gelang es, die Erfolge seiner prominentesten Leistungsträger mit Siegen aus der gesamten Mannschaft zu verbinden. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei Netcompany INEOS und Visma - Lease a Bike, die mit jeweils 14 unterschiedlichen Siegern die nächsten Plätze in dieser Statistik belegten. Damit unterstrichen auch diese beiden Rennställe, wie wichtig ein ausgeglichener und leistungsstarker Kader für den Erfolg auf höchstem Niveau geworden ist.
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