Die belgischen Klassiker liefern spektakulären Radsport, gelten im Peloton aber zugleich als besonders gefährlich. Hohe Nervosität im Feld führt immer wieder zu Stürzen, und das enorme Tempo verschärft häufig die Folgen. Timo Roosen vom
Team Picnic PostNL verletzte sich am Sonntag beim
GP Jean-Pierre Monsere bei einem schweren Sturz.
Der Niederländer blieb nicht der einzige Pechvogel seines Teams: Auch Timo de Jong ging zu Boden, als er in einer entscheidenden Rennphase attackierte. Den Sieg holte Dylan Groenewegen, während De Jong und Roosen für Team Picnic PostNL als DNF gewertet wurden. Kurz darauf zeigte sich, wie gravierend die Folgen von Roosens Sturz tatsächlich waren.
Schwere Verletzungen beenden Roosens Frühjahrskampagne
„Also… ich hatte einen heftigen Sturz beim GP Monsere. Es endete mit 11 Brüchen und einem kollabierten Lungenflügel“, schrieb der Niederländer in einem
Instagram-Post. „Großen Dank an das AZ Delta Hospital in Roeselare, das in den letzten Tagen gut für mich gesorgt hat - in toller Atmosphäre und mit einem lustigen Dialekt.“
Trotz der schweren Verletzungen verließ der 33-Jährige nur wenige Tage nach seiner Einlieferung gut gelaunt das Krankenhaus. Er zog sich nicht nur sechs Rippenbrüche zu, sondern brach auch vier Wirbel sowie das Schlüsselbein. Zudem erlitt er einen Pneumothorax - also einen verletzten Lungenflügel. Damit endet seine Frühjahrskampagne vorzeitig, obwohl er fest in die Planungen des WorldTour-Teams eingebunden war.
„Zeit, nach Hause zu gehen, die Genesung wird dauern. Das Schlüsselbein sitzt wieder, die Drainage ist raus. Die sechs Rippen und vier Dornfortsätze der Wirbel in meiner Wirbelsäule brauchen Zeit, um zu heilen und weniger schmerzhaft zu werden.“ Der ehemalige niederländische Meister befindet sich im Vertragsjahr; die schweren Verletzungen könnten später in der Saison bei Gesprächen über eine Verlängerung auf höchstem Niveau zum entscheidenden Hindernis werden.