VIDEO - Mathieu van der Poel entgeht bei seinem MTB-Comeback nur knapp einem schweren Sturz und wird im „wirklich schmerzhaften“ Rennen Zehnter

Mountainbike
Samstag, 22 August 2026 um 14:00
MathieuVanderPoel
Mathieu van der Poel ist auf dem Rad ein Ausnahmekönner. Er ist ehemaliger Weltmeister auf der Straße und im Gravel sowie Rekordweltmeister im Cyclocross – den jüngsten Titel holte er in diesem Winter. Einzig das Regenbogentrikot im MTB fehlt noch in seiner Palmarès, ein Ziel, das er an diesem Freitag in Les Gets erneut in Angriff genommen hat.

Mathieu van der Poel Zehnter im Short Track von Les Gets

Für den Niederländer ist das keine neue Vorbereitung: Bereits vor zwölf Monaten startete er beim XCO-Event in Les Gets und belegte einen starken sechsten Platz; zwei Wochen später in Crans-Montana konnte er das jedoch nicht bestätigen und landete nur knapp in den Top 30.
Trotz seines enormen Talents hat der Niederländer die Effizienz von Tom Pidcock bislang nicht reproduzieren können – einem Vollzeit-Straßenprofi, der regelmäßig nahtlos aufs Mountainbike wechselt und bereits zwei Olympiatitel gesammelt hat. Doch der Fahrer von Alpecin-Premier Tech hat klar gemacht: Der Weltmeistertitel im Mountainbike ist ein festes Ziel, und 2025 bietet sich eine gute Gelegenheit.
Nach einem Trainingsblock in den Alpen stieg er daher am Freitag ins Short-Track-Rennen von Les Gets ein. Van der Poel wurde Zehnter, machte im 22-minütigen Rennen deutlich Boden gut und schaffte es gerade noch in die Top 10, 36 Sekunden hinter Sieger Adrien Boichis – trotz Beinahe-Sturz im Rockgarden, wie der untenstehende Clip zeigt.
„Mann, das war … richtig schmerzhaft. Ich hatte damit gerechnet, aber es tat mehr weh, als mir lieb war, haha“, sagte er im Ziel. Die kurze, höhenmeterreiche Belastung auf einem anspruchsvollen Kurs brachte van der Poel – der wegen weniger MTB-Starts nicht aus den vorderen Reihen losfuhr – früh an seine Grenzen.
„So früh so viel Energie investieren zu müssen, war hart. Der Plan war, so schnell wie möglich ins Mittelfeld vorzufahren. Denn ich wusste: Nach dem letzten Rockgarden zieht sich der Kurs einfach nur noch. Richtig erholen konnte ich mich nicht, es war ein einziges Rennen des Leidens.“

Van der Poel peilt Überraschung bei XCO-Rückkehr an

Am Sonntag startet der Niederländer nach seinem soliden Short-Track-Ergebnis aus der zweiten Reihe – genau das war sein Ziel. So muss er zu Beginn nicht ans Limit gehen, um Positionen gutzumachen, und hat bessere Chancen auf ein Topresultat.
Im Vorjahr verlor er exakt eine Minute auf Sieger Luca Martin, nun hofft er auf seinen ersten XCO-Erfolg seit Lenzerheide 2019. „Das sind die Belastungen, die ich brauche. Sonntag wird natürlich eine ganz andere Geschichte als heute, aber trotzdem … es war definitiv ein schmerzhafter Wiedereinstieg“, bilanzierte er.
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