Puck Pieterse konnte das Meistertrikot nicht verteidigen, denn s
ie wurde bei den Niederländischen Meisterschaften in Huijbergen Zweite und musste den Titel an Ceylin del Carmen Alvarado abgeben. Größere Sorgen als der Verlust des Jerseys bereitete ihr nach dem Rennen jedoch der Körper. Pieterse hatte nach einem ungewöhnlichen Sturz Schmerzen und weiß nicht, ob sie sich verletzt hat.
Der Vorfall ereignete sich in der Verfolgung um den Titel. Beim Versuch, die Lücke zu Alvarado zu schließen, verlor Pieterse in einem technischen Abschnitt die Kontrolle. Aus dem Mountainbike für ihre Fahrtechnik bekannt, traf sie dieser Sturz völlig unerwartet.
„Am Waldausgang ging es das erste Mal unter der Treppe durch. In einer Kurve Richtung Wiese rutschte ich weg und machte so etwas wie einen Salto“, erklärte Pieterse laut Zitaten von
In de Leiderstrui. Den akrobatischen Charakter des Sturzes nahm sie mit Humor. „Einen Frontflip konnte ich noch nie, aber diesmal habe ich mich trotzdem überschlagen.“
Schwierige Bedingungen auf dem Kurs
Der Kurs in Huijbergen war heikel. Schnee und Eis machten den Untergrund unberechenbar, auch wenn die Temperaturen am Sonntag stiegen. Andere Fahrerinnen wie
Lucinda Brand hatten ebenfalls mit den Bedingungen zu kämpfen. Pieterse wollte es dennoch nicht allein aufs Wetter schieben. „Der Grip hatte sich vielleicht etwas verändert, aber das war schon bei meiner Streckenbesichtigung am Samstag so. Es taut ein wenig“, merkte sie an.
Jetzt stehen vor allem die körperlichen Folgen im Fokus. Pieterse fuhr das Rennen zu Ende – bemerkenswert angesichts ihrer Schmerzen. „Ich muss den Schaden noch beurteilen. Im Rennen fährt man auf Adrenalin, aber ich bin nicht gut gefallen. Zumindest denke ich das“, sagte Pieterse vorsichtig. „Ich hatte Glück, dass ich nicht in die Absperrungen flog oder auf die Schulter stürzte, sondern flach auf den Rücken. Ich habe sofort gemerkt, dass etwas nicht ganz passt.“
Mit dem Weltcup in Benidorm am kommenden Wochenende hängt ihr Start von der medizinischen Abklärung ab. „Es heißt abwarten. Ich lasse es untersuchen und hoffe, dass ich keine längerfristigen Probleme davontrage.“