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„Ich habe mich selbst überrascht“ – Sara Casasola glänzt beim Koppenbergcross und reist mit Selbstvertrauen zur Europameisterschaft

Cyclocross
durch Nic Gayer
saracasasola
Sara Casasola hat bei ihrem ersten Cyclocross-Rennen der Saison ein beeindruckendes Ausrufezeichen gesetzt. Die italienische Meisterin belegte beim Koppenbergcross in Oudenaarde den zweiten Platz und musste sich lediglich Weltmeisterin Lucinda Brand geschlagen geben. Mit 53 Sekunden Rückstand auf die Siegerin und einem Vorsprung von 29 Sekunden auf die drittplatzierte Marie Schreiber gelang Casasola unmittelbar vor der Europameisterschaft ein vielversprechender Formtest.
Selbst die 25-Jährige hatte nicht unbedingt mit einem derart starken Einstand gerechnet. „Ich habe mich selbst überrascht, obwohl ich wusste, dass meine Form gut ist“, erklärte Casasola nach dem Rennen gegenüber Sporza.

Starker Saisonauftakt nach Tour de France Femmes und Radsport-WM

Die Fahrerin von Crelan-Corendon hatte zuvor eine umfangreiche Straßensaison absolviert, zu der unter anderem die Tour de France Femmes und die Radsport-WM gehörten. Entsprechend gespannt war Casasola, wie sie sich beim Wechsel in den Cyclocross gegen die bereits im Rennrhythmus befindliche Konkurrenz behaupten würde.
Sara Casasola in Aktion.
Sara Casasola überzeugte bei ihrem ersten Cyclocross-Rennen der Saison mit Platz zwei beim Koppenbergcross. Die italienische Meisterin musste sich nur Lucinda Brand geschlagen geben und reist mit viel Selbstvertrauen zur Europameisterschaft in Zeddam.
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftakt meiner Cyclocross-Saison. Man weiß nie genau, was einen erwartet“, sagte die Italienerin. „Es freut mich, direkt auf dem Podium zu stehen.“
Beim traditionsreichen Koppenbergcross zeigte Casasola von Beginn an, dass sie nicht nur um eine Spitzenplatzierung kämpfen, sondern auch wichtige Sekunden für die Gesamtwertung der X²O Badkamers Trofee sammeln wollte. Bereits in der ersten Runde sicherte sie sich beim Zwischensprint die maximal möglichen 15 Bonussekunden.
Anschließend übernahm Marie Schreiber an der Spitze einen Großteil der Führungsarbeit. Währenddessen verloren Inge van der Heijden und Helene Clauzel zunehmend den Anschluss. Die wiederholten Anstiege am Koppenberg forderten ihren Tribut, sodass schließlich nur noch drei Fahrerinnen an der Spitze übrig blieben.

Casasola hält zunächst mit Weltmeisterin Brand mit

Die entscheidende Rennphase begann in der vierten von insgesamt sechs Runden. Lucinda Brand erhöhte das Tempo und konnte Schreiber abschütteln. Casasola hielt zunächst am Hinterrad der Weltmeisterin mit und schien deren Angriff beantworten zu können.
Doch in einem technisch anspruchsvollen Streckenabschnitt kam die Italienerin nicht ganz flüssig durch. Brand nutzte diesen Moment, vergrößerte ihren Vorsprung und setzte sich zunehmend von ihrer letzten Verfolgerin ab.
Casasola konzentrierte sich daraufhin darauf, ihren zweiten Platz abzusichern. Das gelang ihr souverän: Schreiber konnte den Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen, sodass die Italienerin mit 29 Sekunden Vorsprung auf die Luxemburgerin ins Ziel kam.
Damit verbesserte Casasola ihr Ergebnis aus dem Vorjahr, als sie beim Koppenbergcross Dritte geworden war, um einen Platz. Auch in der Gesamtwertung der zeitbasierten X²O Badkamers Trofee nimmt sie nach dem Auftaktrennen Rang zwei ein. Unter Berücksichtigung der Zeitbonifikationen beträgt ihr Rückstand auf Brand 53 Sekunden.

„Mit viel Selbstvertrauen“ zur Europameisterschaft in Zeddam

Dass Casasola bei internationalen Titelkämpfen um die Medaillen mitfahren kann, hat sie bereits mehrfach bewiesen. Bei der Europameisterschaft 2023 in Pontchateau gewann sie die Bronzemedaille. Ein Jahr später belegte sie in Pontevedra den vierten Platz.
Auch bei der Europameisterschaft 2025 in Middelkerke verpasste sie das Podium als Vierte nur knapp. Damals hatte ein Sturz im Sand während der vorletzten Runde ihre Hoffnungen auf eine weitere Medaille zunichtegemacht.
Nach ihrem überzeugenden Saisonauftakt blickt Casasola nun optimistisch auf die nächste Gelegenheit, sich bei einer Europameisterschaft unter den besten Fahrerinnen zu platzieren.
„Mit viel Selbstvertrauen fahre ich jetzt zu den Europameisterschaften“, erklärte die italienische Meisterin.
Bereits am Samstag, dem 7. November, steht in Zeddam der nächste große Formtest an – nur sechs Tage nach ihrem ersten Cyclocross-Rennen der Saison. Nach dem zweiten Platz am Koppenberg reist Casasola mit einem starken Ergebnis und entsprechend gestärktem Selbstvertrauen zum Titelkampf.
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