Was als lang ersehntes Klassik-Duell zwischen Mathieu van der Poel und Wout van Aert begann, fand im verschneiten Cross der Zilvermeercross Mol ein abruptes, schmerzhaftes Ende. Nach ihrem Schlagabtausch in Loenhout, der die Hoffnung auf die alte Rivalität neu entfacht hatte, kam heute das Pech dazwischen: Van Aert musste erstmals in seiner Karriere ein Cross-Rennen aufgeben.
Van Aerts Sturz im Schnee: Van der Poel siegt bei Zilvermeercross
Der entscheidende Moment ereignete sich, als Spitzenreiter Van der Poel in einer Kurve auf dem rutschigen Schnee wegdriftete. Während der Weltmeister sich haarscharf abfangen konnte,
hatte der direkt dahinter fahrende Van Aert keine Chance zu reagieren und rutschte geradewegs in die Absperrungen.Er stieg zwar wieder auf, doch sein Unwohlsein war sofort erkennbar. Kurz darauf driftete er in den Materialposten und gab das Rennen auf, humpelte davon, während das Team ihn versorgte. Sein Knie blutete (dasselbe, das ihm schon zuvor Probleme bereitet hatte), dazu wirkte sein Sprunggelenk deutlich angeschlagen.
Durch Van Aerts Sturz konnte Van der Poel seinen achten Sieg im achten Start dieses Winters einfahren, vor Toon Aerts und Felipe Orts.
Stimmen nach dem Rennen von Aerts und Orts
Toon Aerts holte eines seiner besten Saisonergebnisse. „Weißt du, wie das ist: Als Kinder haben wir Querfeldein geschaut, und bei solchen Bedingungen sind mein Bruder Thijs und ich nach 16 Uhr selbst im Schnee Rennen gefahren. Ich habe richtig Spaß daran, so im Schnee zu spielen“, sagte er in
von Sporza gesammelten Zitaten.
Er meinte, die Kälte sei erst im Schlussdrittel schwer zu ertragen gewesen. „Während des Rennens ging die Kälte, zumindest bis in die Schlussrunden. Meine Bremsbeläge wurden vom Sand abgenutzt, und mit kalten Fingern zu bremsen ist nicht einfach. Im Ziel habe ich gezittert und geschlottert, weil mir die Kälte richtig in die Knochen gefahren ist.“
Aerts zeigte sich zudem besorgt um Van Aert und hoffte auf keine ernsthafte Verletzung. „Ich hoffe auch, dass Wouts Verletzung nicht zu schlimm ist, denn ich habe den Abdruck seines Sturzes im Schnee gesehen. Ich habe seinen zweiten Platz quasi geerbt.“
Felipe Orts wirkte derweil im Interviewzelt sichtlich angetan von den ungewohnten Bedingungen, gerade für einen Spanier. „Ich fühle mich in dieser Weihnachtszeit nach einer schwierigen Saison gut. Und auch im Schnee war ich entspannt.“
Der Spanier ergänzte mit einem Grinsen: „Wo ich in Alicante lebe, schneit es nie. Ich bin glücklich, weil der Kurs technisch war und ich auf dem glatten Asphalt ein paar Fehler gemacht habe, aber ich habe es wirklich genossen.“