„Ich gehörte heute zu den besseren Fahrern“ – Tibor del Grosso wird seinem Ruf als ‚nächster Van der Poel‘ gerecht mit Platz zwei hinter seinem Superstar-Teamkollegen in Zonhoven

Cyclocross
Sonntag, 04 Januar 2026 um 22:00
TiborDelGrosso Cyclocross
In Zonhoven war Mathieu van der Poel nicht zu stoppen, doch hinter dem dominanten Sieger schrieb sich still eine andere Geschichte. Auf einem Kurs, der Fehler gnadenlos bestrafte, lieferte Tibor del Grosso die Art von Auftritt, die die Vergleiche nährt, die ihn seit seinem Aufstieg begleiten: Er wurde Zweiter, klar bester Verfolger hinter seinem Alpecin-Premier Tech-Teamkollegen.

Tibor del Grosso glänzt in Zonhoven hinter Van der Poel

Del Grossos Leistung basierte nicht auf einem makellosen Nachmittag. Der niederländische Meister musste einen gestörten Start, einen Sturz und einen Reifenschaden wegstecken auf einem Kurs, der jede Unaufmerksamkeit quittierte. Als sich das Rennen beruhigte, setzte er sich jedoch konstant als stärkster Fahrer hinter Van der Poel durch, distanzierte nach und nach die übrigen Anwärter und sicherte Rang zwei ab.
„Ich denke, es lief ziemlich gut“, sagte Del Grosso anschließend bei Wielerflits. „Ich glaube, ich war einer der besseren Fahrer im Rennen, auch wenn der Start nicht wirklich auf meiner Seite war.“
Diese zurückhaltende Einschätzung spiegelte die Ruhe wider, mit der er ein chaotisches Rennen steuerte. Während andere abbauten oder den Bedingungen zum Opfer fielen, setzte Del Grosso immer wieder Akzente. „Es gab auch einen Sturz und ich hatte einen Platten“, fügte er an. „Aber am Ende ist es aufgegangen.“

„Man muss es genießen“

In den Schlussrunden war Del Grossos Position gesichert, und das Selbstvertrauen war spürbar. Mit dem Podium faktisch entschieden, nahm er sich sogar Zeit für die Fans und zog auf dem rutschigen Kurs einen gewagten Sprung – ein Moment, der die spielerische Note aufblitzen ließ, die ihm seit Langem Vergleiche mit seinem Teamkollegen einbringt.
„Warum ich das gemacht habe?“, lächelte er. „Man muss es genießen. Der zwölfjährige Tibor wäre jede Runde gesprungen, aber inzwischen halte ich mich etwas zurück.“
Im Ziel waren die Spuren der Anstrengung sichtbar, mit Blessuren an Knie und Schulter, doch Del Grosso wiegelte ab. Wichtiger war die Bedeutung des Ergebnisses. Als Zweiter hinter Van der Poel in einem Weltcup-Rennen zu finishen, an einem Tag geprägt von Eis, Stürzen und permanentem Druck, liefert ein weiteres Indiz dafür, dass er fest zur Elite gehört.
Del Grosso sucht die Vergleiche nicht, doch in Zonhoven lieferte er genau die Performance, die sie am Leben hält – er erfüllte die Erwartungen mit Konsequenz auf einer der gnadenlosesten Bühnen des Cross.
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