Danny van Poppel ist derzeit einer der ersten Fahrer, der einen Vorgeschmack auf das neue gelbe Karten-System im Peloton bekommt. Ab 2025 können Fahrer bestraft werden, wenn sie über einen bestimmten Zeitraum zu viele Verwarnungen sammeln.
Bereits bei der zweiten Etappe der Tour Down Under vor einem Monat erhielt Van Poppel seine erste gelbe Karte der Saison. Der niederländische Anfahrer wurde zudem im Klassement herabgestuft, nachdem er Tobias Lund Andresen behindert hatte, als er seine Arbeit für Sam Welsford abgeschlossen hatte. Eine kleine Strafe für einen möglichen Etappensieg?
Am Samstag folgte nun die nächste Verwarnung bei der UAE Tour. Im Finale kam es zu einer brenzligen Situation, als Van Poppel beinahe Sprinter Arvid de Kleijn von Tudor Pro Cycling zu Fall brachte. Der Niederländer konnte gerade noch die Kontrolle über sein Rad behalten, verlor jedoch wertvollen Schwung.
Interessanterweise berührte Van Poppel später im Sprint auch Jasper Philipsen, doch der Belgier wurde nicht bestraft, obwohl er de Kleijn ebenfalls sehr nahe gekommen war. Dies wirft Fragen über die Konsistenz der Entscheidungen der Rennjury auf – und ob das neue System für mehr Klarheit sorgen wird.
Zurück zu Van Poppel: Nach zwei gelben Karten innerhalb kurzer Zeit würde man eine Strafe erwarten. Doch dem Red Bull - BORA - hansgrohe Fahrer droht vorerst keine Sperre. Nach den Regeln gibt es keine besondere Strafe für zwei gelbe Karten innerhalb von 30 Tagen.
Kleine Erinnerung an die neue Regelung:
Van Poppel sollte die gelben Karten dennoch nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn als wichtiger Führungsfahrer wird er oft in heftige Kämpfe um seinen Sprinter verwickelt und die drohende einmonatige Sperre ist gelinde gesagt nicht sehr plausibel. Deshalb sollte er versuchen, sich von weiteren Zwischenfällen fernzuhalten, denn die Sperre von sechs gelben Karten ist nicht mehr so weit entfernt.