Eine Etappe
bei einer Grand Tour zu gewinnen, gelingt nur wenigen Profis in ihrer Karriere.
Matthew Brennan hat das direkt auf der ersten Straßenetappe seiner Laufbahn geschafft. Der Verdienst resultiert aus Wout Van Aerts spätem Angriff, vor allem aber aus der Kletter- und Sprintstärke des Briten in einem extrem explosiven Finale.
Perfekte Taktik von Visma beschert Brennan den Sieg
Im Auftaktzeitfahren hatte Brennan seine gute Form bereits unter Beweis gestellt und wurde 16., auf einem Kurs, der für reine Sprinter wenig bot. Das Rote Trikot war außer Reichweite, der Etappensieg jedoch nicht. Dafür brauchte es aber nicht nur einen Plan, sondern eine saubere Umsetzung.
Spektakulär setzte
Team Visma | Lease a Bike das beim ersten Finale des Rennens in Frankreich perfekt um. „Wir sind gestartet mit dem Ziel, Wout heute ins Rote Trikot zu bringen. Wir sagten: ‚Okay, im Finale gibt es eine gute Chance für einen Angriff.‘ Wout war sehr heiß darauf, das zu versuchen“, sagte der 21-Jährige im Ziel.
„Wir hatten diesen Plan und ich sollte im Hintergrund bleiben, um zu sprinten, falls es vorne wieder zusammenläuft. Genau so ist es gekommen.“
Wout Van Aert attackierte, Tadej Pogacar ging mit, doch die beiden nahmen das Tempo raus, da der Träger des Roten nicht kooperierte. Dieser Zug könnte dem UAE-Profi den Punch genommen haben, der im Rückblick Brennans Hauptgegner wirkte.
„Die Jungs haben vorne aufgehört, Christophe hat mich großartig durch das Chaos pilotiert, und wir haben es vollendet.“
Matthew Brennans Sieg gegen Fahrer wie Pogacar und Pedersen
Brennan könnte auf das Grüne Trikot gehen
Brennan nutzte seine erste Chance, auf seiner ersten Grand-Tour-Straßenetappe nach dem Zeitfahren am Samstag. „Hoffentlich bleibt es nicht der letzte, denn es fühlt sich gut an. Die Jungs haben den ganzen Tag super gearbeitet. Sie haben wirklich 100% gegeben, an uns beide geglaubt, damit wir heute etwas holen können, und ich bin sehr glücklich über diesen Start.“
Brennan hat 30 Punkte im Kampf um Grün gesammelt. Er liegt hinter Tadej Pogacar, aber vor Wout Van Aert und Mads Pedersen. Dank seiner Stärke in flachen Massensprints könnte er sich als Pogacars großer Rivale im Kampf um die Wertung entpuppen.
Visma erwischt bislang einen Idealstart in die Vuelta. „Ja, ich meine, es funktioniert bisher. Wenn die Jungs das so für mich einleiten und mir ermöglichen, mich zu zeigen, kann ich nicht dankbarer sein.“