Wout van Aerts fehlende Durchschlagskraft: Visma kĂŒndigt Sprintanalyse an

Radsport
Samstag, 19 April 2025 um 12:30
Van Aert und Evenepoel im Finale
Normalerweise wĂŒrde man stets erwarten, dass Wout van Aert im Sprint gegen Remco Evenepoel die Oberhand behĂ€lt. Doch beim Brabantse Pijl 2025 am vergangenen Freitag war das nicht der Fall – und beunruhigenderweise ist es nicht das erste Mal in den letzten Wochen, dass der Belgier im Zielsprint ĂŒberraschend unterlegen war.
Noch vor wenigen Jahren galt Van Aert als einer der explosivsten Finisher im gesamten Peloton, mehrfacher Etappensieger bei Grand Tours nach Massensprints. Doch diese Zeiten scheinen vorerst vorbei zu sein. Sowohl Neilson Powless als auch der bereits erwĂ€hnte Evenepoel konnten den Leader von Team Visma | Lease a Bike zuletzt im direkten Kampf um den Sieg abschĂŒtteln.
Entsprechend zeigt sich auch Visma-Sportdirektor Arthur van Dongen vorsichtig besorgt ĂŒber Van Aerts fehlende Endgeschwindigkeit: "Wir alle wissen, dass Wout frĂŒher einer der schnellsten MĂ€nner im Feld war. Im Moment scheint das ein StĂŒck weit nachgelassen zu haben“, erklĂ€rte Van Dongen im GesprĂ€ch mit WielerFlits nach der Niederlage beim Brabantse Pijl.
"Am Sonntag steht mit dem Amstel Gold Race das nĂ€chste große Rennen auf dem Programm. Danach werden wir genau analysieren mĂŒssen, was im Sprint verbessert werden kann. Wir mĂŒssen alle Faktoren berĂŒcksichtigen, um kĂŒnftig stĂ€rker zurĂŒckzukommen. Aber jetzt liegt der volle Fokus erstmal auf Amstel.“
Auch Wout van Aert selbst erkennt an, dass es im Finale derzeit nicht rundlĂ€uft – zumal er weiterhin auf seinen ersten Saisonsieg 2025 wartet. „Daran muss ich wirklich arbeiten“, gibt er offen zu. „Ich will meine alten Sprintbeine wiederfinden. Im Moment habe ich nicht einmal eine klare ErklĂ€rung dafĂŒr, warum es nicht funktioniert. An unserem Training haben wir nichts verĂ€ndert, deshalb will ich das definitiv genauer unter die Lupe nehmen.“
van aert evenepoel
Van Aert musste sich im Brabantse Pijl mit Platz 2 hinter Evenepoel begnĂŒgen
Dennoch setzen Van Dongen und das Team Visma weiterhin auf Van Aert als KapitĂ€n fĂŒr die Amstel Gold Race. "Er sah heute zu keinem Zeitpunkt in Schwierigkeiten aus, das sollte ihm Selbstvertrauen fĂŒr Amstel geben“, so der Sportdirektor. "Aber wie ich immer sage: Man ist nur so stark, wie es die Konkurrenz zulĂ€sst. Evenepoel ist absolute Weltklasse – und Tadej Pogačar wird am Sonntag ebenfalls dabei sein. Trotzdem wollen wir das Rennen als Team aktiv gestalten.“ Wie genau, will man in den kommenden Tagen in Ruhe besprechen. "In jedem Fall wollen wir das Rennen spannend machen – und dann schauen wir, was am Sonntag passiert.“
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