Wout van Aert hat eingeräumt, dass er am Montag bei einer Trainingseinheit stürzte, weshalb er zu Beginn der 1. Etappe der Tour Auvergne-Rhône-Alpes mit Bandagen am rechten Knie und Ellenbogen auftauchte.
Der Star von
Team Visma | Lease a Bike kehrt ins Renngeschehen zurück – sein erster Einsatz seit dem souveränen Sieg bei Paris-Roubaix im April, mit dem er eine lang verfolgte Monument-Mission krönte und seinen Status als einer der besten Eintagesfahrer der Moderne untermauerte.
Nach dem Triumph auf dem Pflaster zog sich der Belgier etwas aus dem Rampenlicht zurück und trainierte intensiv, mit Zielen wie der Tour de France und dem Start am Samstag bei der französischen Rundfahrt fest im Blick. Ein unerwarteter Sturz zu Wochenbeginn drohte die akribischen Pläne jedoch kurzfristig zu durchkreuzen.
Leicht lädierter Van Aert trifft bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes ein
Mit sichtbaren Bandagen vor der Auftaktetappe gab der gezeichnete Van Aert zu, am Montag auf dem Zeitfahrrad gestürzt zu sein – er verlor überraschend die Kontrolle über den Lenker, ein Moment der „Unaufmerksamkeit“, wie er den Vorfall beschrieb.
„Ich bin am Montag im Training gestürzt, das kann ich nicht verbergen“,
sagte er Sporza vor dem Start der ersten Etappe der Tour Auvergne-Rhône-Alpes. „Es lag an einem Moment der Unaufmerksamkeit, mein eigener Fehler. Ich war auf dem Zeitfahrrad unterwegs, als ich plötzlich die Kontrolle über den Lenker verlor und am Boden lag.“
Trotz des Rückschlags unmittelbar vor einer harten Rennwoche als Vorbereitung auf den Grand Départ im Juli in Barcelona betonte Van Aert, dass er zum Rennen angereist ist und die Blessuren ihn nicht bremsen werden. Er bestätigte: „Sonst stünde ich hier nicht am Start. Ich glaube nicht, dass es mich groß beeinträchtigen wird.“
Schwierige Woche für Nicht-Kletterer
Im Südosten Frankreichs wartet eine brutale Woche auf alle, die nicht zu den Kletterern zählen. Nur wenige Etappen kommen den schnelleren oder vielseitigen Fahrern entgegen. Van Aert weiß, dass das Zeitfenster für Etappensiege schmal ist.
Er schlussfolgerte: „Es wird nicht viele Chancen für Nicht-Kletterer geben. Aber es gibt ein paar harte Etappen mit etwas flacherem Finale. Dort kann ich meine Chance im Sprint oder aus einer Ausreißergruppe suchen.“
Van Aert wird von einem zurückkehrenden Matteo Jorgenson begleitet. Visma bringt zudem Edoardo Affini, Bruno Armirail, Per Strand Hagenes, Jorgen Nordhagen und Ben Tullett an den Start – ein Aufgebot mit viel Erfahrung und Wucht.