Wout van Aert kehrt an diesem Sonntag beim
Tour Auvergne-Rhône-Alpes ins Straßengeschehen zurück und bestreitet sein erstes Rennen seit dem Sieg bei Paris–Roubaix. Im Vorfeld zollte ihm Visma | Lease a Bike-Teamkollege
Owain Doull großes Lob.
Der 33-jährige Waliser stieß im Winter nach vier Jahren bei EF Education-EasyPost zum Team und sprach jüngst in der
Watts Occurring-Podcast über den Wechsel. „Es ist definitiv eine Umstellung, aber bisher echt mega. Ich liebe es wirklich“, sagte Doull.
Der Schritt brachte Doull in eine Auswahl mit großen Grand-Tour-Anwärtern, darunter Jonas Vingegaard, den er klar einordnete. „Ein Top-Typ“, so Doull.
„Ein idealer Kapitän“
Ebenso beeindruckt zeigte sich Doull von der Zusammenarbeit mit Van Aert. Er betonte, dass Einstellung und Arbeitsmoral des Belgiers ihn innerhalb der Mannschaft herausragen lassen.
„Der beste Mensch der Welt. Ich habe ihm nach seinem Roubaix-Sieg direkt gesagt, dass ich wohl noch nie so froh war, dass jemand, den ich so kurz kenne, ein so großes Rennen gewonnen hat. Er ist wirklich alles, was man sich von einem Kapitän wünscht.“
„Er ist bescheiden, freundlich, nimmt alle mit und schätzt wirklich, was das ganze Team für ihn leistet“, führte er aus. „Außerdem hat er eine enorme Arbeitsmoral. Er gibt einfach nicht auf … wirklich ein idealer Anführer.“
Wout Van Aert at the 2026 Paris-Roubaix podium
Erinnerungen an den Paris–Roubaix-Sieg
Doull gehörte zur Aufstellung beim Triumph von Van Aert in Paris–Roubaix. Er schilderte die Passage durch den Carrefour de l’Arbre, nachdem seine eigene Arbeit für das Team getan war, und den Moment, in dem er realisierte, dass Van Aert gewonnen hatte.
„Mein Rennen war recht früh so gut wie beendet. Ich habe einfach das getan, was das Team von mir wollte. Ich kam durch den Carrefour. Es war still, alle schauten auf einen Bildschirm. Aus dem Nichts höre ich viel Lärm. Alle drehen durch.“
Zu diesem Zeitpunkt hatte Doull noch keine direkte Bestätigung zur Rennlage, doch die Reaktion der Zuschauer am Straßenrand gab ihm einen klaren Hinweis auf den Ausgang.
„Ich dachte: Entweder hat ein Franzose gewonnen – oder Wout. Ich war überhaupt nicht im Bilde. Ich dachte mir: Wenn Pogacar oder Van der Poel gewonnen hätten, wäre die Reaktion all dieser neutralen Leute auf dem Pflaster nicht dieselbe gewesen. Die Leute sind völlig ausgerastet. Ich hörte nur: Wout, Wout, Wout! Ich habe wirklich gejubelt und den Leuten High Fives gegeben.“