Richard Carapaz wird beim Straßenrennen der Elite bei den Weltmeisterschaften Montreal 2026 nicht starten. Der Ecuadorianer, zunächst im vorläufigen Aufgebot für die WM geführt, hat sich nach Rücksprache mit dem medizinischen Team und seiner Mannschaft entschieden, auf das für Sonntag, den 27.09., angesetzte Rennen zu verzichten.
Das Fehlen ist ein herber Rückschlag für Ecuador, das eine seiner stärksten Karten für einen besonders fordernden Kurs verliert. Die Tricolor tritt dennoch mit Jhonatan Narváez an, einem weiteren Fahrer mit Potenzial für ein starkes Ergebnis auf dem
kanadischen Parcours.
Carapaz ging die Schlussphase der Saison nach den Grand Tours
in solider Form an. Der Olympiasieger von Tokio 2020 – das Rennen fand 2021 statt – zeigte sowohl bei der Tour de France als auch bei der Vuelta a España 2026 ein hohes Niveau und untermauerte seinen Status als eine der ecuadorianischen Schlüsselfiguren für die WM.
Sein Rückzug ist daher keine Frage der Nominierung oder Leistung, sondern eine bewusste Entscheidung zugunsten der Regeneration. Der Fahrer erläuterte seine Gründe und stellte klar, dass es in diesem Moment wichtiger sei, auf die Gesundheit zu achten und jedes Risiko zu vermeiden, das seine Zukunft im Profipeloton gefährden könnte.
Richard Carapaz fehlt bei den Weltmeisterschaften
Carapaz setzt auf Genesung
Der Ecuadorianer berichtete, dass sein aktueller Gesundheitszustand detailliert analysiert wurde – unter medizinischer Anleitung und unter Berücksichtigung der Einschätzung seines Teams. Nach dieser Bewertung sei die vernünftige Entscheidung gewesen, auf die Volllast eines WM-Straßenrennens zu verzichten.
„Das Verantwortlichste ist, meine Gesundheit an erste Stelle zu setzen und eine ruhige Genesung zu wählen, um nicht den Rest meiner Karriere zu riskieren“, erklärte Carapaz bei der Bekanntgabe seiner Entscheidung.
Der Rückzug folgt auf eine Saison, in der der Ecuadorianer erneut bewiesen hat, dass er auf höchstem Niveau konkurrenzfähig ist. Seine Präsenz in Montreal hätte der Nationalmannschaft Erfahrung und taktische Optionen gebracht; nun muss das Team seine Pläne anpassen.
Ecuador nominiert Ersatzfahrer
Der ecuadorianische Radsportverband hatte bereits eine Reserve für eventuelle Ausfälle benannt. Alles deutet darauf hin, dass Jonathan Klever Caicedo den Platz von Carapaz übernimmt und Ecuadors Aufgebot für das Straßenrennen komplettiert.
Mit Narváez als Schlüsselfigur und Caicedo als später Nachrücker tritt Ecuador mit einer anderen Besetzung an als ursprünglich geplant.
Das Fehlen von Carapaz nimmt dem Team jedoch einen seiner erfahrensten Fahrer und einen natürlichen Anführer für ein Rennen dieser Prägung.
Für den Olympiasieger gilt der Fokus nun einer Genesung ohne Zeitdruck. Vorrang hat, wie er selbst betonte, die Rückkehr in Bestform – ein Start in Montreal, der die Zukunft gefährden könnte, ist vom Tisch.