„Wir sind hier, um zu gewinnen, nicht um herumzualbern“ – Tadej Pogacar räumt mit weiterem Schlag in der Vuelta-Gesamtwertung gegen seine Rivalen alle Zweifel aus

Radsport
Freitag, 28 August 2026 um 18:34
Tadej Pogacar at the 2026 Vuelta a Espana
Der Etappensieg auf Abschnitt 7 war bereits fast sieben Minuten voraus, doch Tadej Pogacar fand am Schlussanstieg nach Aramon Valdelinares dennoch eine weitere Gelegenheit, seine Kontrolle über die Vuelta a España 2026 zu festigen.
UAE Team Emirates – XRG ließ die Ausreißer den Tag unter sich ausmachen, mit Andreas Leknessund vor seinem Uno-X Mobility-Teamkollegen Tobias Halland Johannessen. Der Schlagabtausch der Klassementfahrer entfaltete sich deutlich weiter unten am Berg.
Decathlon CMA CGM Team erhöhte das Tempo, bevor Felix Gall aus der verkleinerten Favoritengruppe attackierte. Pogacar reagierte sofort, Enric Mas hielt zunächst den Kontakt, während Primoz Roglic und die weiteren Podiumsanwärter zurückfielen.
Pogacar setzte sich schließlich solo ab und nahm Gall sechs Sekunden ab, Mas 16 und Roglic 29. Sein Vorsprung im Roten Trikot wuchs damit ohne jede Jagd auf den Etappensieg von 3:34 auf 3:50 Minuten.

Galls Attacke wird zur nächsten Pogacar-Chance

Pogacar betonte, die Aktion sei nicht als geplante Attacke gestartet. Er habe Gall lediglich gefolgt und dann das Tempo gehalten, als der Kapitän des Decathlon CMA CGM Teams zur Seite ging. „Gall ist einfach ausgeschert und ich bin mitgegangen, weiter mit demselben Tempo, das er vorher fuhr“, erklärte Pogacar im Ziel.
Die Lage änderte sich, als er zurückblickte und merkte, dass die übrigen Favoriten dieses Tempo nicht mehr mitgehen konnten. „Als ich sah, dass sie nicht folgen konnten, drückte ich bis zum Gipfel durch und holte mir einen kleinen Vorsprung auf die GK-Fahrer“, ergänzte er. „Wir sind hier, um die Gesamtwertung zu gewinnen, und nicht, um herumzualbern.“
Der Auftritt lieferte eine direkte Antwort auf die Fragen vom Vortag, als Mas als Erster eine von Pogacars entscheidenden Attacken bei dieser Vuelta neutralisierte. Der Movistar-Kapitän stellte ihn nahe dem Gipfel des El Bartolo, bevor die beiden in Castellon de la Plana den Sieg unter sich ausfuhren.
Pogacar gewann zwar dennoch die 6. Etappe, doch der ungewohnte Anblick, wie Mas zum Weltmeister zurückfuhr, löste Diskussionen aus, ob fehlerhafte Funkinfos ihn zu kontrolliertem Fahren veranlasst hätten oder ob das Rote Trikot einen seiner seltenen schwierigen Tage erwischt hatte.
In Aramon Valdelinares gab es keine Wiederholung. Gall war nach seiner Initialzündung der nächste Verfolger, doch Pogacar distanzierte den Österreicher vor dem Gipfel und nahm Mas und Roglic noch deutlicher Zeit ab.
Mas bleibt Gesamtzweiter mit 3:50 Minuten Rückstand, Roglic ist Dritter mit 4:50. Gall schob sich auf Rang vier und liegt nur noch elf Sekunden hinter Roglic, doch Pogacar beendete die 7. Etappe mit einem Polster, das nur noch zehn Sekunden unter vier Minuten liegt.
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