„Wir sahen keinen Grund, an der Spitze zu bleiben“ – Jonas Vingegaard verteidigt Vismas Taktik auf einer ruhigen Volta-a-Catalunya-Etappe

Radsport
Donnerstag, 26 März 2026 um 19:30
Jonas Vingegaard
Jonas Vingegaard verbrachte einen Großteil der 4. Etappe der Volta a Catalunya am Ende des Feldes. Team Visma | Lease a Bike traf bewusst die Entscheidung, sich an einem Tag mit wenig Bedeutung für die Klassementsfahrer aus der Spitze herauszuhalten.
Mit dem wegen starker Winde gestrichenen Bergankunft verlor die Etappe ihren erwarteten GC-Einfluss, und Visma passte die Taktik entsprechend an.
„Ich bin sicher durchgekommen und habe ziemlich viel Energie gespart. Natürlich hätten wir uns ein anderes Finale gewünscht, aber es ist, wie es ist“, sagte Vingegaard im Anschluss bei TV2.

Entscheidung am Vorabend getroffen

Der Kurswechsel war keine Improvisation während der Etappe, sondern wurde früh fixiert, sobald die angepasste Route feststand. „Wir haben das gestern Abend entschieden, als die Strecke geändert wurde.“
Statt sich im nervösen Feld um Positionen zu schlagen, hielten Vingegaard und sein Team Abstand vom Risiko, sparten Kraft und Fokus für die entscheidenden Tage. „Es sind breite Straßen. Da ist nicht viel Gefahr drin. Wenn es einen Sturz gibt, kann man außen rumfahren und zurückkommen. Bei einem sehr technischen Finale ist das anders, aber heute sahen wir keinen Grund, vorn zu fahren. Es ist besser, sich den Stress und die Energie dafür aufzusparen.“

Beinahe-Kollision trotz vorsichtiger Fahrweise

Trotz der defensiven Strategie gab es heikle Momente, besonders in den Schlusskilometern, als der Positionskampf für den Sprint anschwoll.
Vingegaard war nahe an einem späten Zwischenfall mit Derek Gee und seinem Teamkollegen Bart Lemmen dran – ein Hinweis, wie schnell auch ein ruhiger Tag kippen kann. „Ich dachte: ‚Ich hoffe, es geht ihm gut.‘ Vielleicht war er in dem Moment einfach nicht voll konzentriert. Genau das macht es dort unten gefährlich. Man muss daran denken, fokussiert zu bleiben.“
Während andere um den Etappensieg sprinteten, zählte für Vingegaard vor allem, sturzfrei durchzukommen und so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen.
Mit dem Wechsel auf selektivere Profile bleibt der Däne nach Etappe 4 unverändert im Gesamtklassement. Er vermied Zeitverluste und unnötigen Aufwand an einem Tag, der für Risiko kaum Ertrag bot.
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