Ethan Vernon stürmte zum Sieg auf der 4. Etappe der
Volta a Catalunya und setzte seinen Sprint am ansteigenden Schluss perfekt, um
Dorian Godon und
Tom Pidcock in einem dezimierten Feldsprint zu schlagen.
Der Brite lieferte nach einer nervösen, zögerlichen Anfahrt einen kontrollierten, entschlossenen Abschluss. Godon musste sich mit Rang zwei begnügen, Pidcock bestätigte seine konstante Frühform mit Platz drei.
Sprintteams übernehmen nach Routenänderung die Kontrolle
Die Etappe wurde schon vor dem Start umgebaut: Das geplante Bergankunft wurde wegen starker Winde gestrichen. Das verschob die Kräfteverhältnisse sofort zugunsten der Sprinter, entsprechend agierte das Peloton den ganzen Tag.
Eine Ausreißergruppe mit Merhawi Kudus und Samuel Fernandez belebte die Etappe, erhielt jedoch nie großen Spielraum. Das Duo wurde über weite Strecken auf Sichtweite gehalten und 18 Kilometer vor dem Ziel gestellt – der erwartete Sprint war damit gesetzt.
Von dort an wurde der Griff fester. INEOS Grenadiers, im Dienst für den zweifachen Etappensieger Godon, führten gemeinsam mit Uno-X und weiteren sprintorientierten Teams das Feld und erhöhten das Tempo sukzessive Richtung Finale.
Kampf um Bonifikationen hinter Godon geht weiter
Die Zwischensprints prägten erneut das Duell um die Gesamtwertung hinter dem Führenden Dorian Godon.
Remco Evenepoel holte die vollen Bonifikationen beim ersten Zwischensprint, baute damit seinen Vorsprung auf Jonas Vingegaard aus und verkleinerte den Rückstand zu Godon. Tom Pidcock konterte später und schnappte sich drei Sekunden beim zweiten Sprint, um im Klassement eng dran zu bleiben.
Vingegaard lag zeitlich in Schlagdistanz, hielt sich jedoch aus dem Bonifikationsduell heraus und positionierte sich in den Schlusskilometern konservativ im hinteren Teil des Feldes.
Zögern prägt chaotisches Finale am Anstieg
Die letzten Kilometer waren von Zögern geprägt: Mehrere Sprintzüge sortierten sich über die gesamte Straßenbreite, doch kein Team wollte am ansteigenden Ziel früh voll durchziehen.
Als es innerhalb der letzten drei Kilometer bergauf ging, wurde die Positionierung entscheidend. INEOS Grenadiers brachten Godon nach vorn, während Vernon mit zwei Teamkollegen vor sich unter dem roten Lappen auftauchte.
Aus starker Position lanciert, setzte Vernon seinen Sprint auf der Rampe mustergültig und hielt Godon in Schach, der aus seinem Windschatten nicht vorbeikam. Pidcock folgte als Dritter und zeigte erneut seine Wettbewerbsstärke auf anspruchsvollem Terrain.