„Wir hatten vier Kapitäne für die Ardennen und drei haben wir verloren“ – Verletzungen setzen UAE schwer zu, gesteht Joxean Matxin, Krise wirbelt Klassiker‐Pläne durcheinander

Radsport
Dienstag, 14 April 2026 um 16:00
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UAE Team Emirates - XRG geht mit einem spürbaren Dämpfer in die Ardennen-Klassiker. Teamchef Joxean Matxin bestätigte, dass eine Serie von Stürzen und körperlichen Problemen die Planungen in einer entscheidenden Saisonphase durcheinandergebracht hat.
Im Gespräch mit Bici.Pro nach der Baskenland-Rundfahrt beschrieb Matxin das Ausmaß der Lage: „Wir hatten vier Anführer für die Ardennen, und wir haben drei verloren.“
Es ist eine schonungslose Bestandsaufnahme. Ein Team, das mit mehreren Optionen in die Ardennen gehen wollte, bereitet sich nun mit einer stark ausgedünnten Führungsriege vor.

Ein ausgedünnter Ardennen-Kader

Unter den Ausfällen ist Isaac Del Toro, der die Baskenland-Rundfahrt nach einem Sturz aufgeben musste. Auch wenn der Vorfall zunächst schwerwiegender wirkte, verpasst er den Ardennen-Block. An der Seitenlinie stehen zudem Jan Christen und Jhonatan Narvaez – damit fehlen drei der ursprünglich als Leader vorgesehenen Fahrer.
Das Problem reicht jedoch weit über diese Namen hinaus. „Insgesamt haben wir 14 Fahrer, die nicht in Bestform sind oder ausfallen“, ergänzte Matxin.
Für ein Team, das auf Breite gebaut ist, hat diese Zahl Gewicht. UAE hat in den vergangenen Jahren eine der stärksten und komplettesten Mannschaften im Peloton zusammengestellt, mit mehreren Sieganwärtern auf verschiedenstem Terrain. Doch selbst mit diesen Ressourcen steht man nun vor derselben Realität wie jedes andere Team, das eine Serie von Stürzen und Krankheiten trifft. Die Zahl der verfügbaren Fahrer schrumpft schnell, Optionen verschwinden, sorgfältig erarbeitete Pläne müssen neu geschrieben werden.

Tiefe auf die Probe gestellt – zum ungünstigen Zeitpunkt

Diese Zahl spiegelt eine breitere Belastung im gesamten Kader wider. UAE musste bereits früher in der Saison Rennprogramme wegen Stürzen anpassen, und die Auswirkungen sind nun vor einer der wichtigsten Frühlingsphasen spürbar.
Gerade in den Ardennen sollte die Kaderbreite den Unterschied machen. Mit mehreren Anführern hätte UAE flexibel, aggressiv und anpassungsfähig fahren können. Stattdessen sind die Handlungsspielräume deutlich enger.
Matxins Aussagen unterstreichen diesen Wandel klar: Das Team ist gezwungen, den Ansatz für Rennen zu überdenken, die traditionell Tiefe ebenso belohnen wie individuelle Stärke.
UAE Team Emirates - XRG bei der E3 Saxo Classic 2026
UAE Team Emirates - XRG bei der E3 Saxo Classic 2026

Ein anderer Blick auf die Ardennen

Trotz der Rückschläge reist UAE weiterhin mit Qualität im Aufgebot an, doch der Fehlerspielraum ist nun deutlich kleiner.
Die Ardennen-Klassiker sind selten geradlinig, und ohne die vollständige Führungsriege wird UAE eher reagieren als diktieren. Für ein Team, das seinen Erfolg in dieser Saison häufig über Kontrolle und Überzahl aufgebaut hat, ist das eine spürbare Dynamikverschiebung.
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