Mikel Landa ist ein Fahrer, der für die schweren Stürze in seiner Karriere bekannt ist. Am Dienstag ging der Baske bei der
Baskenland-Rundfahrt erneut hart zu Boden – nach dem Ziel wurde jedoch bekannt, dass er auf der letzten Abfahrt vom Ärztewagen touchiert wurde. Soudal–Quick-Step-CEO Jurgen Foré zeigte sich über den Vorfall äußerst verärgert.
Mikel Landa und Soudal–Quick-Step nach heftigem Sturz
„Der Wagen des Arztes hat Mikel Landa auf einer schmalen und schnellen Abfahrt schlicht vom Rad geholt. Und wir haben keine einzige Entschuldigung erhalten“, sagte Foré gegenüber
Het Nieuwsblad nach dem Ende der 2. Etappe. Die TV-Bilder zeigten nicht den Sturz selbst, sondern nur Landa am Boden in der Versorgung. Der Kapitän des belgischen Teams lag nach dem Anstieg zum San Miguel de Aralar in der Verfolgung knapp hinter der Spitze, die Situation war angespannt. Dem Vernehmen nach versuchte der Ärztewagen in der technischen Abfahrt zu überholen – und löste den Sturz aus.
„Er lag zehn Sekunden hinter der Gruppe vor ihm… Was hat ein Arzt dann zu tun, um Fahrer einzuholen? Es ist manchmal zum Verzweifeln! Wir tun alles für die Sicherheit, und dann passiert so etwas“, kritisierte Foré. „Als Team stehst du mit leeren Händen da, aber du kassierst die Schläge. Mikel ist ins Krankenhaus, hoffentlich hat er keine Frakturen.“
Überraschend erreichte Landa das Ziel in Cuevas de Mendukilo, doch seine Gesamtambitionen sind dahin und sein Weiterfahren ist ungewiss. Er hatte zuvor angekündigt, in dieser Saison alle drei Grand Tours zu bestreiten. Nach aktuellem Stand dürfte dieser Plan durch den Sturz jedoch nicht grundsätzlich gefährdet sein.