Dan Lorang, der Performance-Coach von
Remco Evenepoel, verlässt Red Bull - BORA - hansgrohe in diesem Sommer. Der Luxemburger war eine der treibenden Kräfte, die die deutsche Struktur in seinem zehnjährigen Engagement von den bescheidenen Anfängen an an die Weltspitze führten. Er und Red Bull gehen Ende Juli getrennte Wege.
Dan Lorangs Abschied und Folgen für Remco Evenepoel
Zuletzt arbeitete Dan Lorang als einer von acht Trainern im Team. In den vergangenen Monaten übernahm der 46-Jährige zudem Aufgaben im Red Bull Athlete Performance Center.
Teamchef
Ralph Denk würdigte Lorangs Einfluss, bestätigte aber in einer
Pressemitteilung die Trennung: „Dan hat auf WorldTour-Niveau eine Schlüsselrolle in unserer Entwicklung und in unseren Erfolgen gespielt.“
„Auch wenn ich seine Entscheidung bedaure, respektiere ich seinen Wunsch nach einer neuen Herausforderung. Diese Offenheit und Fairness haben unsere Zusammenarbeit stets geprägt. Ich wünsche Dan für seine Zukunft jenseits des Coachings und außerhalb unserer Organisation alles erdenklich Gute.“
Rückschlag für Remco?
Im Dezember zeigte sich Evenepoel zufrieden über die Zusammenarbeit mit Lorang: „Es war schon eine große Umstellung, ich denke, im Moment läuft alles gut. Der größte Unterschied ist, dass wir bereits in der zweiten, vor allem aber in der dritten Woche mit intensiveren Belastungen beginnen, während ich früher einen Monat lang nur locker gefahren bin. Jetzt erhöhen wir die Umfänge direkt von Beginn an.“
Lorang und Evenepoel hatten bereits eine Linie definiert, die sie nach den Beobachtungen des Belgiers näher an Pogacar heranführen könnte. „Er startet seine Attacke mit etwas niedrigerer Kadenz und erhöht sie dann plötzlich auf ein extrem hohes Tempo. Das ist eine Krafteinheit, die er perfekt ausführt. Wirklich beeindruckend anzusehen.“
Remco Evenepoel und Tadej Pogacar bei der Flandern-Rundfahrt 2026
Diese Erkenntnis wurde später zu einem Baustein eines Trainingsansatzes mit höherer Intensität. Sie kam auch nach seinen frühen Saisonsiegen auf Mallorca wieder zur Sprache, als Evenepoel gefragt wurde, wie er sich weiter verbessern könne.
„Zum Glück bin ich kein Trainer und muss das nicht entscheiden. Das ist die Aufgabe von Dan (Lorang) und Co.“, sagte Evenepoel. „Grundsätzlich werde ich weiter an der hohen Intensität arbeiten, die ich in den kommenden Rennen automatisch erhalte, und an Tempowechseln: attackieren und den Einsatz halten.“