Die
E3 Saxo Classic wurde von Mathieu van der Poels Solosieg geprägt, und einen Platz dahinter auf dem Podium landete
Team Visma | Lease a Bike-Profi Per Strand Hagenes nach einem starken Rennen. Nicht jeder Visma-Fahrer stand jedoch aus den richtigen Gründen im Rampenlicht, denn
Axel Zingle wurde dabei gefilmt, wie er sich von einem Teamwagen ziehen ließ, und daraufhin disqualifiziert. Am Steuer saß niemand Geringeres als Teamchef
Richard Plugge, woraufhin das Team den Vorfall öffentlich entschuldigte.
E3 Saxo Classic und Zingle-Disqualifikation bei Visma
„Sticky bottles“, also das kurze, scharfe Beschleunigen, wenn sich ein Fahrer und der Sportdirektor im Wagen gleichzeitig an der Flasche festhalten, sind im Profiradsport nicht unüblich. Es gilt jedoch eine ungeschriebene Regel, dass dies nur für ganz kurze Momente erfolgt und im Zusammenhang mit einem Zwischenfall wie Sturz oder Defekt steht.
Noch bevor das Rennen beendet war, wurde der Franzose disqualifiziert, obwohl das Video zeigte, dass er in dem Moment nicht von anderen Fahrern oder Kommissärsfahrzeugen begleitet wurde, die den Vorfall hätten melden können. Das Video wurde damit zum Hauptbeweis für das Fehlverhalten.
Team-DS Marteen Wynants erklärte
Sporza seine Sicht aus einem anderen Teamwagen: „Wir erhielten etwa 10 Kilometer vor dem Ziel die Nachricht, dass Zingle aus dem Rennen genommen wurde. Zunächst wussten wir nicht, was passiert war, doch später erfuhren wir von den Aufnahmen, auf denen er sich am Auto festhält.“
Entschuldigung für Vismas Verhalten
Für Zingle und – wie sich herausstellte – Richard Plugge gab es nichts zu verteidigen. Der Teamchef saß in dem Wagen, der Zingle mitzog, und die Bilder ließen keine plausible Rechtfertigung zu.
Wynants entschuldigte sich im Namen des Teams für den heiklen Moment. „Wir bedauern den Vorfall. Das trägt nicht zum Image des Radsports bei. Es geschah im Hintergrund nach einem Plattfuß und beeinflusste das Ergebnis nicht, aber es hätte nicht passieren dürfen.“
„Noch einmal: Wir bedauern den Vorfall und übernehmen die Verantwortung. Dass so etwas im Radsport öfter vorkommt, gibt uns nicht das Recht, es ebenfalls zu tun“, schloss er.