Remco Evenepoel bemühte sich umgehend, die Bedeutung seines Zeitverlusts auf der 5. Etappe der Volta a Catalunya herunterzuspielen und betonte, es gebe „keinen Grund zur Panik“, obwohl er auf dem ersten Bergankunftstag Boden auf
Jonas Vingegaard verlor.
Der Belgier ordnete den Tag weniger als Rückschlag ein, sondern als Teil eines größeren Prozesses und verwies auf seine Verfassung nach einem früheren Sturz. „Das Gefühl war nicht super, aber zwei Tage nach einem Sturz ging es mir schon schlechter“,
sagte er bei Sporza, und hob anhaltende Steifigkeit hervor, machte aber klar, dass sie ihn nicht grundlegend eingeschränkt habe. „Das Gefühl ist schon besser als vor einem Monat, also gibt es keinen Grund zur Panik.“
Evenepoel akzeptiert Renndynamik am entscheidenden Anstieg
Auf der Straße entwickelte sich die Situation so, dass Evenepoel nach Vingegaards Attacke am Coll de Pal nicht mehr in der direkten Verantwortung für die Nachführarbeit stand.
Mit
Florian Lipowitz voraus wählte der Belgier dahinter einen kontrollierteren Ansatz und widerstand dem Impuls, sofort zu reagieren. „Ich habe getan, was ich tun musste: warten, warten, warten…“, erklärte er und beschrieb eine Rolle, die seinem sonst offensiven Rennstil entgegenstand.
Diese Herangehensweise wurde durch die Struktur der Verfolgergruppe verstärkt, in der wiederholte Attacken jede längerfristige Organisation verhinderten. „In unserer Gruppe gab es keine große Zusammenarbeit… sonst hätten wir die Gruppe vorne vielleicht noch erreicht.“
Auch den entscheidenden Moment beurteilte er klar und anerkannte das geforderte Niveau, um der siegbringenden Attacke zu folgen. „Sein Antritt war sehr hart, besonders mit dem Seitenwind. Es war nicht einfach zu folgen.“
Trotz der Zeitabstände, die sich am Berg auftaten, betonte er, dass die Gesamtsituation längst nicht entschieden sei – weder hinsichtlich seiner Form noch des Rennens selbst.
Mit noch abwechslungsreicherem Terrain vor der Brust richtet sich der Fokus nun eher auf Chancen als auf Schadensbegrenzung. Evenepoel will im Wochenverlauf weiter aufbauen, statt auf das Ergebnis einer einzelnen Etappe zu reagieren.