"Wenn Mathieu wegzieht, müssen wir um den zweiten Platz kämpfen" - Patrick Lefevere nicht optimistisch für Quick-Step-Erfolge bei Flandern und Roubaix

Radsport
durch Cycloon
Samstag, 30 März 2024 um 11:07
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Soudal - Quick-Step hat bisher keinen perfekten Frühling auf dem Kopfsteinpflaster erlebt, und das wird sich in den nächsten Tagen wohl auch nicht ändern. Kasper Asgreen und Julian Alaphilippe führen das belgische Team an, aber Patrick Lefevere gibt zu, dass ein Teil des Fokus bereits auf anderen Rennen liegt, wo Remco Evenepoel antreten wird.
"Es ist schwierig, die Situation zu ändern. Ich habe keinen Zauberstab, wie viele Leute denken. Die Dinge laufen im Moment nicht gut, aber die Jungs tun ihr Bestes", sagte Lefevere in einem Interview mit VTM. "Wir befinden uns in einer Negativspirale, und dann werden wir wieder einen schweren Zusammenstoß mit unseren Geldgebern haben. Wir müssen realistisch sein. Wenn Mathieu wegzieht, müssen wir um den zweiten Platz kämpfen - hoffentlich gelingt uns das. Die Vorfreude wird auf jeden Fall groß sein, denn wenn Van der Poel 80 Kilometer vor dem Ziel abhaut, ist das Rennen vorbei."
Das belgische Team wird also seine Karten ausspielen müssen, wie viele andere Teams auch, um den Weltmeister zu erahnen. Nach der Zerstörung der Blöcke von Team Visma - Lease a Bike und LIDL-Trek treten viele andere in den Kampf um das Podium ein, und vielleicht können Lefeveres Männer überraschen. "Ich habe Jahre erlebt, in denen die Dinge nicht gut liefen, und dann waren wir bei Paris-Roubaix Erster, Zweiter und Dritter. Es ist also alles möglich", gibt er zu.
Allerdings ist das Team weit von dem Niveau der vergangenen Jahre entfernt und hat mit Remco Evenepoel bei den Ardennen-Klassikern viel bessere Chancen auf Erfolg. Der Belgier fährt ab Montag die Baskenland-Rundfahrt Itzulia, so dass Lefevere auch abseits von Flandern ein Auge auf ihn haben wird. "Wir freuen uns schon auf die Ardennen-Klassiker, aber wir können nicht unseren ganzen Druck auf die armen Schultern von Remco Evenepoel legen. Natürlich ist er nicht arm", scherzte er.