Etappe 2 der Vuelta a Murcia wurde verkürzt und neutralisiert. Nachdem der heftige Wind bereits die ohnehin gekürzte Auftaktetappe komplett zerrissen hatte, hat der zweite Renntag noch gravierendere Folgen gebracht.
News-Update: Etappe 2 neutralisiert, Sprintchance nach Verlegung
Etappe 1 wurde auf lediglich 83 Kilometer reduziert, und dennoch explodierte das Rennen sofort im starken Wind. UAE Team Emirates - XRG behielt im Chaos die Kontrolle, Marc Soler und Julius Johansen feierten einen Doppelsieg.
Tom Pidcock musste hinterherjagen und galt heute auf der Königsetappe mit zwei Anstiegen als einer der Angreifer. Doch bevor das Feld dort ankam, wurden Fahrer bereits regelrecht von der Straße geweht. Ein aus dem Teamwagen von Unibet Rose Rockets geteiltes Video zeigt Profis, die am Straßenrand anhalten und um Stabilität ringen.
Die Organisation bestätigte ihre Entscheidung mit einer Mitteilung: „Aufgrund starker Winde und der Unmöglichkeit, fortzufahren, wird das Peloton nach Santomera verlegt, um einen 10 km langen neutralisierten Stadtkurs zu fahren. Zeiten werden nicht gewertet, es wird jedoch einen Etappensieger geben und die Trikots werden vergeben“.
Damit hat Marc Soler seinen Gesamtsieg abgesichert. Es wird dennoch einen Etappensieger geben, wobei die Sprinter auf diesem Teilstück im Vorteil sind. Der Start der „neuen“ Etappe ist für den späten Nachmittag vorgesehen.
Ähnlich wurde das Frauenrennen der Setmana Ciclista Valenciana heute wegen des starken Winds abgesagt; auch der Kurs der Figueira Champions Classic in Portugal wurde aufgrund der Böen angepasst. Unterdessen soll die Volta da Provença stattfinden, doch die Fahrer erwartet dort voraussichtlich ein schneebedecktes Finale an der Station de Lure.
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.