VORSCHAU | Vuelta a Espana 2024 Etappe 20 - Kann Primoz Roglic das Rote Trikot auf der Königsetappe sichern?
RadsportPrimoz Roglic hat die Kontrolle über die Gesamtwertung der Vuelta a Espana 2024 übernommen. Er hat endlich das Rote Trikot übernommen, aber vor ihm liegt ein kolossaler Bergtag, an dem der Sieg alles andere als sicher ist. RadsportAktuell bietet Ihnen eine Vorschau auf Etappe 20:
Die Königsetappe ist die letzte Etappe in den Bergen. Die Organisatoren der Vuelta haben sich bei dieser Etappe verausgabt und 5000 Höhenmeter auf nur 172 Kilometern untergebracht. In Burgos wird sich das Rennen entscheiden. Sieben kategorisierte Anstiege nach einem bergigen Start und dem Gipfelziel am sehr harten Picón Blanco. Die Etappe wurde so konzipiert, dass sie diese Menge an Steigungen auf einer möglichst kurzen Strecke aufweist. Quelle: CyclingUpToDate.

Etappe 20. Villarcayo - Picón Blanco, 172,1 Kilometer
Wir werden die folgenden Anstiege sehen:
Alto de Bocos - 2.7 Km; 6.6%; 5 Km im Rennen
Las Estacas de Trueba - 9.2 Km; 3%; 134 Km zum Ziel
Puerto de la Braguia - 5.8 Km; 5.3%; 117 Km zum Ziel
Alto del Caracol - 10.7 Km; 5.4%; 98 Km zumZiel
Portillo de Lunada - 14.1 Km; 6.1%; 79 Km zum Ziel
Portillo de la Sia - 7.2 Km; 5.8%; 61 Km zum Ziel
Puerto de los Tornos - 11.2 Km; 5.8%
Das alles wird aber wahrscheinlich Vorbereitung sein. Der Schlussanstieg ist hart genug, um ernsthafte Schäden zu verursachen, und so werden die meisten Fahrer versuchen, bis dahin nicht in den Wind zu geraten. Aber viele werden sehr kämpfen, das ist sicher, unabhängig von ihrer Kletterqualität. Der Schlussanstieg zum Picón Blanco ist 8 Kilometer lang und hat eine Steigung von 9 %, aber er ist meiner Meinung nach noch härter, als der Name vermuten lässt. Es ist ein Anstieg, der mit dem ersten Teil des Mont Ventoux vergleichbar ist - sehr steil, konstant und ohne jegliche Kurven, die die Monotonie unterbrechen. Es ist eine reine Kletterpartie, bei der man sich nirgends verstecken kann.

Picón Blanco: 8Km; 9%
Das Wetter

Karte Vuelta a España 2024 Etappe 20
Es wird regnen und das wird die Etappe tückischer und auch schwieriger machen. Stürze sind möglich, und einige Fahrer des GesamtClassements werden sicher vorsichtiger fahren. Es wird etwas Nordwind geben, auf dem Papier ein Gegenwind im letzten Anstieg, aber es wird sehr steil sein und vielleicht wird es nicht zu bedeutungsvoll sein.
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Die Favoriten
GC Kampf - Primoz Roglic ist endlich an der Spitze des Rennens. Es hat eine Weile gedauert, aber der Plan von Red Bull - BORA - hansgrohe ist am Ende aufgegangen. Jetzt hat der Slowene O'Connor abgehängt und hat einen großen Vorsprung auf Enric Mas. Der heutige Tag wird sein letztes Hindernis sein, und es ist ein hartes Hindernis. Er ist der Hauptfavorit auf den Sieg, aber es ist eine Etappe mit vielen Anstiegen, was nicht gut für ihn ist. Mas hat gezeigt, dass er an solchen Tagen früher im Rennen den Unterschied machen kann, aber er muss mindestens drei Minuten aufholen, um der Hauptfavorit auf den Gesamtsieg zu sein, und das ist sehr schwer. Die Anstiege vor dem Finale sind nicht allzu schwer, und obwohl sie zahlreich sind, ist es unwahrscheinlich, dass Mas dort alles riskieren wird.
Am letzten Anstieg kann man immer noch große Unterschiede machen und ein Etappensieg könnte in Reichweite sein. In der Zwischenzeit gibt es Fahrer wie Richard Carapaz, dem ein vierter Platz nicht viel ausmachen wird. Wenn man sieht, wie er fährt, kann er sicherlich schon früher einen Zug machen und versuchen, O'Connor im Kampf um das Podium in Schwierigkeiten zu bringen. Der Regen und das aggressive Rennen begünstigen ihn ebenfalls. David Gaudu ist in einer nicht allzu anderen Position; der Franzose will seine Top5-Qualität retten, aber in Wirklichkeit hat er eine sehr gute Form und ehrlich gesagt denke ich, dass er Grund hätte, immer noch vom Podium zu träumen und zu versuchen, zu überraschen, wenn sich die Chance bietet - vielleicht mit Stefan Küng in der Ausreißergruppe.
Carlos Rodríguez und Mattias Skjelmose befinden sich in einem extrem engen Kampf um das Weiße Trikot, sie werden sich nur gegenseitig angucken. Ben O'Connor wird ebenfalls einen möglichst einfachen Tag haben wollen, ein zweiter Platz ist noch sehr gut möglich und das Podium ist wahrscheinlich. Auf dem 9. Platz liegt Mikel Landa, der nach einer schlechten 18. Etappe heute stark ist, er hat nichts zu verlieren und dies ist ein passender Tag für ihn, was ehrlich gesagt bedeutet, dass er früh attackieren oder versuchen könnte, Teil einer Ausreißergruppe zu sein. Sepp Kuss und Eddie Dunbar haben ebenfalls viel zu gewinnen und wenig zu verlieren, wenn sie dies tun. Cristian Rodríguez und Lorenzo Fortunato werden eine gute Gesamtplatzierung anstreben, aber eine Etappe zu diesem Zeitpunkt ist viel wichtiger und das Risiko wert.
Ausreißer? - Ein paar GC-Fahrer werden versuchen, dorthin zu kommen, daran habe ich keinen Zweifel. Red Bull - BORA - hansgrohe hat ein sehr starkes Team, das das Feld kontrollieren kann, wenn sie wollen. Wahrscheinlich wird niemand, der für das rote Trikot gefährlich ist, dabei sein. Währenddessen wollen einige Fahrer in der Ausreißergruppe sein, wie UAE, die Marc Soler und Jay Vine haben, die um die Bergwertung kämpfen und vielleicht Adam Yates, der aus der Gesamtwertung herausgefallen ist. Steven Kruijswijk, Attila Valter, Mattia Cattaneo, Sam Oomen, Matthew Riccitello, Mauro Schmid, Filippo Zana, Max Poole, Guillaume Martin und Pablo Castrillo sind alles Fahrer, die Chancen haben, vorne mitzufahren und um den Sieg zu kämpfen.
Vorhersage Vuelta a España 2024 Etappe 20:
*** Primoz Roglic, Enric Mas
** David Gaudu, Mattias Skjelmose, Mikel Landa, Eddie Dunbar
* Richard Carapaz, Carlos Rodríguez, Matthew Riccitello, Sepp Kuss, Lorenzo Fortunato, Mattia Cattaneo, Steven Kruijswijk, Filippo Zana, Max Poole, Pablo Castrillo
** David Gaudu, Mattias Skjelmose, Mikel Landa, Eddie Dunbar
* Richard Carapaz, Carlos Rodríguez, Matthew Riccitello, Sepp Kuss, Lorenzo Fortunato, Mattia Cattaneo, Steven Kruijswijk, Filippo Zana, Max Poole, Pablo Castrillo
Auswahl: Eddie Dunbar
Vorschau geschrieben von Rúben Silva
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Quereingestiegener Schreiber für Radsport, Tennis oder auch mal Darts.
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Aktuelle Kommentare
- Also bitte, 1 MRT und man weiß bescheid. Vorausgesetzt die Ärzte sind keine Vollpfosten. Ich schreibe das, weil schon wieder PPNl das Thema ist.Wurm30-10-2026
- Wer ist Kimi Antonelli und hat Mercedes jetzt ein Radteam?Wurm29-10-2026
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- Hoffe sie setzen sich durch, ist überfällig und so kann's ja echt nicht weitergehen.Bonos10-10-2026
- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026









