VORSCHAU | Tour de France 2024 Etappe 12 - Jasper Philipsen und Biniam Girmay kämpfen an einem bergigen Tag um das Grüne Trikot
RadsportDas Rennen verlässt das Zentralmassiv in Richtung Pyrenäen. RadsportAktuell gibt Ihnen eine Vorschau auf die 12. Etappe der Tour de France 2024, einem Tag, der in einem Massensprint enden sollte, aber das bergige Profil erlaubt es Ausreißern, von einer Überraschung zu träumen.
Die 12. Etappe ist ein Übergangstag durch den Westen Frankreichs. Sie ist 204 Kilometer lang und führt von Aurillac nach Villeneuve-sur-Lot. Der Tag beginnt in relativer Höhe und endet in der Nähe des Meeresspiegels, mit vielen kleinen Anstiegen auf dem Weg zum Finale, bei dem ein Massensprint immer noch das wahrscheinlichste Szenario ist. Quelle: CyclingUpToDate.

Etappe 12. Aurillac - Villeneuve-sur-Lot, 204 Kilometer
Es ist ein Tag, an dem frühe Angriffe zu erwarten sind, da er sich gut für Ausreißer eignet. Dieses Mal war die Tour nicht gerade sanft mit den langen Etappen und diese lasten definitiv auf den Beinen der Sprinter. Mit 2200 Höhenmetern bricht sie auch mit der traditionellen Vorstellung einer regulären Sprintetappe. Aber gerade der Abfahrtstrend an diesem Tag in Kombination mit den vielen kleinen Anstiegen macht es für eine starke Gruppe durchaus möglich, sich abzusetzen.
Das Peloton muss eine Ausreißergruppe gleich zu Beginn des Tages an der kurzen Leine halten, aber wenn es dies effizient tut, bleibt ein Massensprint das wahrscheinlichste Szenario. 8,5 Kilometer vor dem Ziel gibt es eine kleine Kuppe, die den reinen Sprintern eine letzte Chance bietet, bevor es in Villeneuve-sur-Lot zum Finale kommt.
Es wird ein spannender Sprint mit einem Kreisverkehr, einer Flussüberquerung und einigen tückischen schnellen Kurven zwischen 2,5 und 1,2 Kilometern vor dem Ziel. Aber die Zielgerade ist nur 1,2 Kilometer lang, was bedeutet, dass die Sprinter nicht ihr Leben riskieren werden, um sich vor diesem Abschnitt zu positionieren. Es wird einen Kampf geben, aber es ist noch Zeit, auf dem letzten Kilometer Plätze gutzumachen. Der Sprint wird flach sein, wenn auch vielleicht mit 1/2% Steigung bis zur Linie, und in einer komplett geraden Linie.


Das Wetter

Karte Tour de France 2024 Etappe 12
Ein sehr ungewöhnlicher Tag, was das Wetter angeht. In der Mitte Frankreichs wird es heiß sein, aber es könnte auch regnen. Das würde nicht überraschen, es ist eher später am Tag zu erwarten. Während des gesamten Tages wird eine westliche Brise wehen, eine schlechte Nachricht für Ausreißer, denn dieser Wind wird während des größten Teils der Etappe als Gegenwind wirken. Auf dem Papier wäre ein Sprint bei Seitenwind möglich, aber das ist unwahrscheinlich.
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Die Favoriten
Jasper Philipsen - Nachdem er nun einen Sprint gewonnen hat, ist das Selbstvertrauen wieder etwas zurückgekehrt und Alpecin hat endlich einen Ausreißversuch gestartet. Das ist ein gutes Zeichen für das belgische Team, das hier sicherlich alles daran setzen wird, die Ausreißer zu kontrollieren, um einen weiteren Sieg und Punkte für das Grüne Trikot zu holen.
Biniam Girmay - Ich würde nicht erwarten, dass Intermarché das tut, denn sie haben bereits Siege für Girmay in der Tasche und er will jetzt grün. Ein Ausreißersieg käme ihm zugute, da es für Philipsen wenig Punkte zu holen gäbe. Aber für den Etappensieg kann man ihn einfach nicht ausschließen, denn er ist in großartiger Form, sehr konstant und schnell im reinen Sprint, aber er ist auch ein Fahrer, der sehr gut mit rauen Tagen und Anstiegen umgehen kann, so dass dies definitiv ein Tag ist, der ihm für ein weiteres Top-Resultat entgegenkommt.
Ein Tag, an dem ein paar reine Sprinter leiden könnten. Selbst wenn es keine Ausreißer gibt, ist das Profil nicht ganz flach und die Müdigkeit wird einigen in die Beine fahren. DSM hat Fabio Jakobsen, aber John Degenkolb könnte stattdessen sprinten, während Mark Cavendish auch Platz machen könnte für Davide Ballerini oder Cees Bol. Auch Dylan Groenewegen, Phil Bauhaus und Sam Bennett wollen eine leichte Etappe, um im Finale noch ihre Höchstgeschwindigkeit zu erreichen.
Wir haben auf der anderen Seite Fahrer wie Wout Van Aert, Bryan Coquard, Marijn van den Berg, Alexander Kristoff und Arnaud De Lie , die von einem harten Tag und einem Sprint ohne einige Fahrer - oder mit müden Beinen - profitieren würden.
In der Mitte eine Mischung, mit Fahrern wie einem sehr starken, in Form befindlichen Pascal Ackermann; Fernando Gaviria und Arnaud Démare haben an ihrem besten Tag auch die Beine, um um den Sieg zu fahren, aber es wird kompliziert werden.
Vorhersage Tour de France 2024 Etappe 12:
*** Jasper Philipsen, Biniam Girmay
** Dylan Groenewegen, Wout van Aert, Pascal Ackermann
* Fernando Gaviria, Sam Bennett, Phil Bauhaus, Alexander Kristoff, Arnaud De Lie, Mark Cavendish, Arnaud Démare
** Dylan Groenewegen, Wout van Aert, Pascal Ackermann
* Fernando Gaviria, Sam Bennett, Phil Bauhaus, Alexander Kristoff, Arnaud De Lie, Mark Cavendish, Arnaud Démare
Auswahl: Jasper Philipsen
Vorschau geschrieben von Rúben Silva
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Quereingestiegener Schreiber für Radsport, Tennis oder auch mal Darts.
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Aktuelle Kommentare
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- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026









