Victor Campenaerts fährt bislang einen herausragenden Giro d’Italia und wird auf der Königsetappe eine zentrale Stütze im Helferzug von
Jonas Vingegaard sein. Mit fast
5000 Höhenmetern auf gut 150 Kilometern liegt das Terrain dem Belgier nicht ideal, doch er schnürt die Kletterschuhe.
„Ich denke, Jonas hat sehr gute Beine, aber es ist nicht so, dass wir heute sagen: Wir müssen unbedingt gewinnen“, erklärte Campenaerts zu Beginn der Etappe gegenüber
Sporza. Schon früh in der Saison beeindruckte sein Kletterniveau, und seitdem bestätigt er die Formkurve.
Damit ist er für den Dänen im Rennfinale wichtiger geworden – nicht mehr nur als Tempomacher oder Positionsfahrer, auf den Vingegaard sich lange fast ausschließlich verließ. Seine Arbeit in den Bergen war entscheidend auf jenen Abschnitten, auf denen die Maglia Rosa den Unterschied machte.
Ziel auf Rosa und Weiß
Das Team könnte zudem versuchen, Davide Piganzoli bis zum Tagesende ins Weiße Trikot zu fahren. Der Italiener liegt nur gut zwei Minuten hinter Afonso Eulálio – ein Rückstand, der an einem so harten Tag aufzuholen ist.
Jonas Vingegaard selbst nennt das ein kleineres Ziel. Die Priorität bleibt jedoch unverändert: „Wir haben ein sehr prominentes Ziel, und das ist, das Rosa Trikot nach Rom zu bringen. Ich denke, heute ist der gefährlichste Tag des Giros, es zu verlieren. Deshalb fahren wir defensiv.“
Auch der Etappensieg in Pianni di Pezzè ist offen, wo Vingegaard den fünften Bergabschnitt in Folge gewinnen könnte. „Ob es um den Sieg geht oder nicht, das ist nicht unser Thema; es geht darum, die Führung zu verteidigen. Aber den Vorsprung auszubauen ist immer erlaubt“, schloss Campenaerts.