Heute, Dienstag, hat die
UCI beschlossen,
Marc Soler seinen Gesamtsieg bei der Vuelta a Murcia 2026 abzuerkennen. Der Spanier von
UAE Team Emirates - XRG war zunächst nach der Annullierung der zweiten Etappe zum Sieger erklärt worden.
Die Vuelta a Murcia (Kategorie 2.1) war über zwei Etappen geplant. Die Organisatoren strichen jedoch in Abstimmung mit den Kommissären die zweite Etappe wenige Minuten nach dem Start wegen extrem starker Winde in der Region. Zu beachten ist, dass schlechtes Wetter in der vergangenen Woche die gesamte Iberische Halbinsel getroffen und mehrere Rennen in Portugal und Spanien zum Stillstand gebracht hat.
Marc Soler attackiert 40 km vor dem Ziel
Schon die erste Etappe stand unter dem Eindruck der Witterung, startete verspätet und wurde verkürzt. An diesem Tag bildete sich eine Ausreißergruppe mit zehn Fahrern um Marc Soler und Julius Johansen, später stieß Tim Wellens dazu. Das Feld zerfiel zwischenzeitlich komplett, ehe es sich wieder formierte.
40 Kilometer vor dem Ziel griffen Soler und Johansen an und blieben bis zum Schlussanstieg vorn, wo Soler seinen Teamkollegen abschüttelte und den Etappensieg holte. Tom Pidcock setzte eine starke Attacke und wurde Dritter. Der Wind war kräftig, ließ aber eine sichere Zielankunft zu.
Am zweiten Tag führte die Strecke in die Königsetappe, doch bereits in den ersten Minuten
wehten heftige Böen die Fahrer buchstäblich von der Straße. Unter solchen Bedingungen war ein sicheres Rennen unmöglich, die Etappe wurde neutralisiert.
Die Organisation bestätigte ihre Entscheidung mit einer Mitteilung: „Aufgrund starker Winde und da eine Fortsetzung unmöglich ist, verlegt sich das Peloton nach Santomera, um einen 10 km langen neutralisierten Stadtkurs zu fahren. Zeiten werden nicht genommen, aber es wird einen Etappensieger geben und die Trikots werden vergeben.“
UCI-Entscheidung
Die UCI verweigerte jedoch die Anerkennung des Ergebnisses. Laut Reglement darf eine Gesamtwertung nur vergeben werden, wenn ein Rennen aus mehr als einer Etappe besteht.
Marc Soler behält den Tagessieg der 1. Etappe in seiner Palmares. Fabio Christen vom Pinnarello Tudor Por Cycling Team bleibt hingegen ein weiteres Jahr auf dem Thron des spanischen Rennens, nachdem er bereits 2025 die Gesamtwertung gewonnen hatte.