Mit dem Start des Giro d’Italia 2026 rückt auch der
Transfermarkt im Peloton zunehmend in den Mittelpunkt – und das
Movistar Team wird bereits mit einem der spannendsten verfügbaren Fahrer für die Saison 2027 in Verbindung gebracht.
Wie
Transferjournalist Daniel Benson berichtet, sondiert die spanische Mannschaft derzeit mehrere Optionen für die Zukunft. Einer der wichtigsten Namen auf der Liste soll dabei
Santiago Buitrago sein. Der Kolumbianer steht bei
Bahrain - Victorious nur noch bis Ende 2026 unter Vertrag und könnte damit schon bald zu den begehrtesten Fahrern auf dem Markt zählen.
Movistar sucht offenbar den nächsten kolumbianischen Leader
Das Timing dieser Verbindung ist besonders interessant. Mit dem angekündigten Karriereende von
Nairo Quintana nach der Saison 2026 nähert sich beim Movistar Team das Ende einer Ära, die die Mannschaft über viele Jahre entscheidend geprägt hat.
Mit dem bevorstehenden Karriereende von Nairo Quintana könnte Santiago Buitrago langfristig in dessen Fußstapfen beim Movistar Team treten
Kolumbianische Fahrer spielten sowohl sportlich als auch wirtschaftlich stets eine zentrale Rolle innerhalb der Organisation – und Buitrago könnte langfristig genau diese Rolle übernehmen.
Der inzwischen 26-Jährige hat sich in den vergangenen Jahren als einer der stärksten reinen Kletterer im WorldTour-Peloton etabliert. Sein aggressiver Stil und seine Fähigkeiten im Hochgebirge brachten ihm bereits bedeutende Erfolge ein, darunter Etappensiege beim Giro d’Italia 2022 und 2023.
Dazu gewann Buitrago 2025 die Gesamtwertung der Volta a la Comunitat Valenciana und feierte mit dem Triumph beim Trofeo Laigueglia 2026 einen weiteren wichtigen Erfolg.
Vom Etappenjäger zum Klassementfahrer
Inzwischen entwickelt sich das Profil des Kolumbianers jedoch deutlich weiter. Während Buitrago zunächst vor allem als explosiver Bergfahrer und Etappenjäger galt, rückte er in den vergangenen beiden Jahren zunehmend in Richtung Gesamtklassement.
Vor allem seine Konstanz bei einwöchigen Rundfahrten und Grand Tours machte dabei große Fortschritte. Ein weiteres Zeichen dafür lieferte er in dieser Saison mit Rang sieben bei Tirreno-Adriatico.
Genau deshalb richtet sich der Fokus nun besonders auf den Giro d’Italia 2026. Dort soll Buitrago Bahrain - Victorious als Kapitän anführen – unterstützt vom erfahrenen Italiener Damiano Caruso.
Für den Kolumbianer wird die Italien-Rundfahrt damit zu einem der wichtigsten Härtetests seiner bisherigen Karriere.
Der Giro könnte den Transfermarkt verändern
Buitrago hat längst bewiesen, dass er Bergetappen beim Giro gewinnen kann. Die entscheidende Frage lautet nun, ob er über drei Wochen hinweg auch gegen die besten Klassementfahrer der Welt bestehen kann.
Ein starker Giro würde sein Marktinteresse deutlich erhöhen – insbesondere deshalb, weil für 2027 nur wenige absolute Elite-Kletterer potenziell verfügbar sind.
Gerade das macht die Verbindung zum Movistar Team so spannend. Die Spanier suchen offenbar nicht nur nach einem weiteren erfahrenen Fahrer für die Breite des Kaders. Eine Verpflichtung Buitragos wäre vielmehr ein langfristiges Investment in einen Fahrer, der im Post-Quintana-Zeitalter zum Zentrum des Grand-Tour-Projekts werden könnte.
Hinzu kommt die sportliche Situation im Hintergrund. Der Kampf um den Verbleib in der WorldTour sorgt weiterhin für enormen Druck auf viele Teams, wodurch konstante Punktausbeute noch wertvoller geworden ist.
Buitragos Fähigkeit, sowohl bei Rundfahrten als auch auf schweren Bergetappen und anspruchsvollen Eintagesrennen Ergebnisse zu liefern, macht ihn in diesem Umfeld besonders attraktiv.
Ob es am Ende tatsächlich zu einem Wechsel kommt, dürfte allerdings stark davon abhängen, wie sich Buitrago in den kommenden drei Wochen beim Giro präsentiert.
Sollte der Kolumbianer den nächsten Schritt zum echten Klassementfahrer machen, könnte er sich sehr schnell zu einem der heißesten Namen des gesamten Transfermarktes entwickeln.