Die
Tour de France und der Weltradsportverband UCI stemmen sich gegen die Hitze, während La Grand Boucle bei außergewöhnlich hohen Temperaturen weiterläuft. Bei konstant über 35 Grad Celsius kämpfen Fahrer und Teams darum, kühl zu bleiben.
Nach einem brutalen, offensiv gefahrenen Grand Départ
unter Temperaturen von zeitweise bis zu 40 Grad haben die Organisatoren Maßnahmen ergriffen, damit die Fahrer hydriert bleiben, während die Tour aufkocht.
Da die Etappen am frühen Nachmittag starten, klettern die Temperaturen in Frankreich bereits, wenn die Etappe freigegeben wird. Deshalb führte der Veranstalter ASO
in Etappe 4 Maßnahmen ein.
Die Organisatoren änderten für Etappe 4 die Verpflegungsregeln und erlaubten den Teams, Musettes in Zonen zu reichen, die ursprünglich nur für Flaschen vorgesehen waren. Mit Musettes können Fahrer mehrere Flaschen auf einmal aufnehmen, was die Hydrierung erleichtert und zusätzlich Eis und Nahrung für die Weiterfahrt ermöglicht.\
Zusätzliche Hitzemaßnahmen in Etappe 5
Für Etappe 5 bleiben diese Maßnahmen bestehen. Zusätzlich haben UCI und ASO entschieden, den Teams entlang der Strecke einen größeren Spielraum für die Versorgung der Fahrer mit Flaschen zu geben.
Betreuer dürfen ihre Fahrer vom zehnten Kilometer nach dem Start bis zehn Kilometer vor dem Ziel versorgen. Damit können sich die Profis über weite Teile des Rennens am Mittwoch Nachschub holen.
Normalerweise ist die Verpflegung auf bestimmte Abschnitte begrenzt. Da die hohen Temperaturen voraussichtlich mindestens bis Sonntag anhalten, dürften diese gelockerten Regeln in den kommenden Etappen bestehen bleiben.
Die fünfte Etappe am Mittwoch dürfte dennoch kaum ein Fest für Ausreißer werden. Vielmehr werden die Sprintteams wohl kontrollieren, um einen Massensprint herbeizuführen. Fünf Tage nach Tour-Start mussten Favoriten wie Tim Merlier, Jasper Philipsen und Olav Kooij Geduld bewahren, bevor sie im großen Finale voll aufdrehen können.