Alpecin-Premier Tech sieht die 5. Etappe der
Tour de France als maßgeschneidert für das Team. Nach glühend heißen, brutalen Tagen dürfte die Hitze bleiben, doch ein Massensprint ist genau das, was ein leidendes Peloton jetzt braucht.
So sieht es zumindest Teammanager Gianni Meersman. Nach bereits vier absolvierten Etappen ohne echte Chance für schnelle Männer wie
Jasper Philipsen glauben die erfolgsverwöhnten Tourspezialisten von Alpecin, dass ihre Stunde an der Grande Boucle nun schlägt.
Die Etappe 5 am Mittwoch bietet
den Sprintern wenig Gegenwehr. Viele stehen bereit, um die Beine zu öffnen – mit Tim Merlier, Biniam Girmay und Olav Kooij als größten Herausforderern des Belgiers.
Philipsen zeigte sich trotz eines für ihn ungünstigen Profils aktiv. Auf Etappe 4 ging er in die Ausreißergruppe, um den Zwischensprint zu bestreiten, bevor er ins Feld zurückfiel. Sein Team wertet das als positives Zeichen.
„Das gesamte Peloton sehnt sich nach einer Sprintetappe“, sagte Meersman
bei HLN.
Van der Poel führt Philipsen an
„Es wurde Zeit für Jasper; der Kurs war bislang nicht für ihn gemacht. Aber unwohl fühlt er sich nicht. Dass er in die Gruppe geht, ist ein gutes Zeichen.“
Im Idealfall haben die Alpecin-Fahrer die Auftakttage solide überstanden und ordnen sich für ein schnelles, chaotisches Finale voll auf Philipsen ein. Schließlich hat dieses Rezept in den letzten vier Tour-Ausgaben bereits zehnmal funktioniert. Das Team ist zuversichtlich, die Zahl auf mindestens elf zu erhöhen.
Klassikerspezialist Mathieu van der Poel ist als letzter Anfahrer für Philipsen eingeplant: „Normalerweise spielen wir die Karte mit Mathieu van der Poel als Lead-out, das wäre ideal. Wir haben einen sehr starken Zug.“
Philipsen ist vor allem erleichtert, endlich im Sprint zeigen zu können, was steckt. Selbstvertrauen zieht er aus seinem Ausreißerversuch am Dienstag. Er glaubt nicht, dass eine Gruppe von über 30 Fahrern ihm energetisch eine Rechnung präsentiert.
„Es liegt nicht in unserer Hand, aber ich bin froh, dass wir endlich sprinten können“, sagte Philipsen.
Philipsen zuversichtlich vor dem Sprint
Er ergänzte: „Ich habe Vertrauen in meinen Sprint, auch weil ich sehr effizient in die Ausreißergruppe gekommen bin. In einer Gruppe von etwa dreißig Fahrern kostet das Kreisen nicht viel Energie. Über meine ersten Tage hier kann ich mich nicht beschweren.“
Teammanager Philip Roodhooft weiß, dass die Tour des Teams jetzt richtig beginnt. Er beschreibt die Etappe als „maßgeschneidert“ für Philipsen, ist sich aber unsicher, ob die harte erste Woche eher bremst oder sogar hilft.
Er sagte: „Es war ein atypischer Aufbau. Erst in den Sprints wird sich zeigen, ob das ein Nachteil war. Jeder will früh gewinnen. Wir haben keine Chancen liegen lassen; erst jetzt kommt eine Etappe, die für uns maßgeschneidert ist.“