Tirreno–Adriatico 2025, Etappe 7: Vorschau, Profile, Favoriten & Prognosen

Radsport
Samstag, 14 März 2026 um 17:30
TirrenoAdriatico2026_MathieuVanDerPoelJasperPhilipsen
Tirreno–Adriatico 2026 findet vom 09. bis 15.03. statt und zählt, wie jedes Jahr, zu den wichtigsten Frühjahrsrennen. Es bietet nicht nur Sprintern, Zeitfahrern und Kletterern goldene Chancen bei einem der Top-Events Italiens, sondern dient auch Klassikerspezialisten als ideales Aufbauprogramm für ihre großen Ziele. Wir blicken auf Etappe 7, die voraussichtlich um 12:30 startet und zwischen 15:45 CET endet.
Das Rennen wurde 1966 ins Leben gerufen und führt, wie der Name sagt, von der Tyrrhenischen Küste bis zur Adria. Es quert Mittelitalien von West nach Ost mit vielfältigen Etappen, die allen Fahrertypen liegen. Dino Zandegù gewann die Premiere, doch schon bald traten große internationale Namen an, trotz der Terminkollision mit Paris–Nizza. Die sechs aufeinanderfolgenden Gesamtsiege von Roger De Vlaeminck zwischen 1972 und 1977 hoben das Rennen auf höchstes Niveau, und viele Legenden haben ihren Namen in dieser einwöchigen Rundfahrt verewigt.
Francesco Moser, Giuseppe Saronni, Joop Zoetemelk und Tony Rominger prägten das 20. Jahrhundert. In diesem Jahrhundert fehlten teils Bergetappen, was die Vielfalt der Gesamtsieger erhöhte. Klassikerspezialisten wie Paolo Bettini und Óscar Freire triumphierten in ihrer Blütezeit; Fabian Cancellara gewann 2008, und sogar Greg Van Avermaet holte sich 2016 den Gesamtsieg...
Die Qualität der Sieger der vergangenen 15 Jahre ist jedoch außergewöhnlich: Viele der weltbesten Kletterer gewannen auf dem Höhepunkt ihrer Karriere die Gesamtwertung. Cadel Evans, Vincenzo Nibali, Alberto Contador, Nairo Quintana, Primož Roglič, Simon Yates, Tadej Pogačar, Jonas Vingegaard... Eine bessere Liste ist kaum vorstellbar. 2025 reihte sich Juan Ayuso in die Riege der Großen ein, gewann die Gesamtwertung nach dem Sieg auf der Königsetappe und entthronte einen Filippo Ganna, der die besten Kletterbeine seiner Karriere zeigte.

Streckenprofil Etappe 7: Civitanova Marche – San Benedetto del Tronto

Profil von Etappe 7 der Tirreno–Adriatico 2026
Etappe 7: Civitanova Marche – San Benedetto del Tronto, 142 Kilometer
Das Finale steigt traditionell auf dem Rundkurs in San Benedetto del Tronto – nach einer Etappe, auf der die Flucht deutlich gefährlich werden kann. Denn anders als an den übrigen Tagen ist sie kurz – nur 142 Kilometer – und beginnt explosiv.
Zwei kurze Anstiege eröffnen Klassikerspezialisten und Angreifern die Chance auf einen letzten Vorstoß. Die panflachen Schlussstunden werden extrem schnell, was Ausreißergruppen ein hohes Tempo erlaubt, um das Feld auf Distanz zu halten.
Das Finale ist nicht übermäßig technisch, die Wahrscheinlichkeit für einen Massensprint als Entscheid fällt daher hoch aus.

Die Favoriten

Es dürfte erneut ein Massensprint entscheiden, diesmal deutlich „reiner“ und nach einer leichteren Etappe als beim bisherigen Sprint. Dort gewann Tobias Lund Andresen nach starkem Anfahrerzug und auf leicht ansteigender Zielgerade, die einige Fahrer zermürbte. Der Däne hat das Talent, diesen Erfolg in San Benedetto del Tronto zu wiederholen, doch die Varianz wird größer sein als zuletzt.
Die Argumente für die Top-Sprinter bleiben gleich: Jasper Philipsen hat einen Mathieu van der Poel in Topform an seiner Seite. Jonathan Milan verfügt über einen Mega-Anfahrerzug, der auf dem Papier perfekt passt. Dazu kommen Paul Magnier, Arnaud De Lie und Sam Welsford, die zuletzt starke Zeichen setzten und gewinnen können, wenn sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.
Hinzu kommen Fahrer wie Pavel Bittner, Giovanni Lonardi, Danny van Poppel, Oded Kogut, Madis Mihkels, Luca Mozzato und Andrea Vendrame, die in einem Massensprint ein Wort mitreden sollten.
Es ist wenig wahrscheinlich, dass Mathieu van der Poel oder Filippo Ganna die Flucht suchen oder attackieren, obwohl sie die Woche zur Vorbereitung auf Milano–Sanremo nutzen. Beide dürften Anfahreraufgaben übernehmen. Anders könnte es bei Wout van Aert aussehen, der kaum für den Massensprint vorgesehen ist und gemeinsam mit Tim Rex und Timo Kielich früh eine starke Gruppe bilden könnte.
Diese Etappe kann trotz Interessen im Peloton eine erfolgreiche Kopfgruppe sehen, weil die hügelige Phase Raum für Selektion gibt und das ultraschnelle Finale das Schließen von Lücken erschwert. Viel hängt von der Zusammensetzung vorn ab. Gefährlicher wird es mit Fahrern wie Jonas Abrahamsen, Dries De Bondt, Alberto Bettiol, Julian Alaphilippe oder Vincenzo Albanese – falls nicht Ben Healy selbst attackiert.

Prognose Tirreno–Adriatico 2026, Etappe 7

⭐⭐⭐Jonathan Milan, Jasper Philipsen, Tobias Lund Andresen
⭐⭐ Sam Welsford, Arnaud De Lie, Paul Magnier
⭐ Pavel Bittner, Danny van Poppel, Giovanni Lonardi, Madis Mihkels, Luca Mozzato, Andrea Vendrame
Tipp: Jasper Philipsen
Wie: Regulärer Massensprint.
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