Tim Wellens bereit für Ayuso beim Criterium du Dauphine alles zu geben

Radsport
durch Cycloon
Sonntag, 02 Juni 2024 um 12:30
juanayuso
Das UAE Team Emirates baut seine Tour de France2024 um Tadej Pogacar auf - so viel ist klar. Aber das 8köpfige Aufgebot ist gespickt mit Fahrern, die im Falle einer unerwarteten Wendung der Dinge selbst die Führung übernehmen könnten. Juan Ayuso ist einer dieser 'Schattenführer'. Der Spanier hat auf jeden Fall das Zeug dazu, bei der Grande Boucle einen Podiumsplatz anzustreben.
Doch zuvor steht für Ayuso noch das Criterium du Dauphine an, seine einzige Chance, seinem Team zu zeigen, dass es unklug wäre, den 21-Jährigen nicht so lange wie möglich in der Gesamtwertung zu halten. Immerhin kann es sich das Team leisten, die Karte von zwei Spitzenfahrern mit nie dagewesener Feuerkraft in den Bergen auszuspielen - eine Liste, die dritte Plätze beim Giro 2023 (Joao Almeida) und der Vuelta '23 (Adam Yates) umfasst. Und Pavel Sivakov und Marc Soler sind ebenfalls sehr gute Bergfahrer.
Das Ziel von Ayuso bei der Dauphiné ist klar - der Gewinn der Gesamtwertung. "Unser Ziel ist es, mit Ayuso die Gesamtwertung zu gewinnen", macht Tim Wellens, der "Motor" des UAE-Traumteams, im Gespräch mit "Het Nieuwsblad" keinen Hehl aus seinen Ambitionen. "Ich denke, der Spanier hat eine große Chance, also werde ich versuchen, ihm so gut wie möglich zu helfen."
Aber Wellens ist sich bewusst, dass es kein Spaziergang sein wird, gegen Leute wie Primoz Roglic, Remco Evenepoel oder Ayusos Landsmann Carlos Rodríguez anzutreten. "Obwohl sowohl die Strecke als auch der Wettbewerb in diesem Jahr sehr hart sind," ist Wellens bereit für die sportliche Herausforderung. "Die Dauphiné ist eigentlich eine Mini-Tour de France, nur ohne Flachetappen. Ich freue mich, dass wir mit einem klaren Ziel vor Augen starten können."
"Ich habe kürzlich mit Pavel Sivakov in Sierra Nevada darüber gesprochen. Er sprach über seine Zeit bei INEOS Grenadiers und wie schön es ist, für ein Team zu fahren, das immer und überall gewinnen will. Man fährt mit dem gesamten Team vorne mit, was die Rennen sicherer und angenehmer macht. Man verschafft sich Respekt und damit auch sein eigenes Glück."