Der 37-jährige Fahrer von
Team Picnic PostNL wird die Auftaktetappe voraussichtlich dennoch in Angriff nehmen, allerdings mit Schürfwunden und einer geprellten Schulter nach dem schmerzhaften Sturz am Vorabend des Grand Départ.
Degenkolb stürzt im Training in Barcelona
„Definitiv nicht die besten Umstände, um meine 11.
Tour de France in Barcelona zu starten“,
schrieb Degenkolb auf Instagram. „Leider bin ich gestern im Training zu Boden gegangen.“
Der Sturz hat seinen Start nicht verhindert, doch er geht bereits angeschlagen ins Rennen, noch bevor die Tour überhaupt die Startrampe erreicht. „Zum Glück habe ich keine schweren Verletzungen davongetragen, aber Schürfwunden und eine geprellte Schulter sind natürlich nicht ideal“, führte er aus. „Ich bin aber nicht hier, um zu klagen. Heute startet das größte Radrennen der Welt und ich freue mich sehr, mit meinem Team Picnic PostNL dabei zu sein.“
Degenkolb hat im Lauf seiner langen Karriere mehr als genug Sturzpech erlebt. Am gravierendsten war 2016 ein Trainingsunfall in Spanien, als mehrere Giant-Alpecin-Profis von einem Auto erfasst wurden. Das prägte die Jahre nach seinen Siegen bei Milano-Sanremo und Paris-Roubaix erheblich.
Routinier startet in seine 11. Tour de France
Die diesjährige Tour ist Degenkolbs 11. Start. Sein prägendster Tour-Moment bleibt der emotionale Sieg auf der 9. Etappe nach Roubaix 2018, als er auf dem Kopfsteinpflaster triumphierte – eine direkte Brücke zu seiner Klassikerkundigkeit und den Verletzungen, durch die er sich zuvor gekämpft hatte.
Zur Tour 2026 kehrt er in einer anderen Rolle zurück. Degenkolb ist nicht mehr der geschützte Sprintkapitän von Team Picnic PostNL, doch seine Erfahrung bleibt wertvoll in einem Aufgebot mit Warren Barguil, Frits Biesterbos, Pavel Bittner, Robbe Dhondt, Niklas Märkl, Julius van den Berg und Frank van den Broek.
Für Picnic PostNL dürfte sein Beitrag vor allem in der Sprintformation und auf nervösen Übergangsetappen liegen, wo Positionierung und Ruhe so wichtig sind wie Geschwindigkeit. Erleichternd ist, dass Degenkolb überhaupt starten kann, auch wenn seine 11. Tour de France nun mit Straßenschrammen, einer geprellten Schulter und alles andere als idealer Vorbereitung beginnt.