Streckenprofile & Route Vuelta a Andalucía 2026

Radsport
Samstag, 14 Februar 2026 um 20:00
Profil_VueltaAAndalucia2026_Etappe1
Die Vuelta a Andalucia 2026 findet vom 18. bis 22.02. in Südspanien statt, wo die Etappen traditionell hügelig oder bergig sind. Diese Ausgabe macht keine Ausnahme: Profile, die chaotisches, taktisches Racing erwarten lassen. Wir blicken auf die Strecken.

Analyse: Fünf hügelige Etappen, Taktik und späte Attacken im Fokus

Das spanische Rennen hat eine lange Geschichte. Die Premiere erfolgte 1925, gefolgt von einer 30-jährigen Pause. Ab 1955 wurde es regelmäßig ausgetragen, zumeist geprägt von den spanischen Stars ihrer Zeit. Die früheren belgischen Weltmeister Jean-Pierre Monseré und Freddy Maertens sorgten für internationale Aufmerksamkeit, doch die Siegerliste ist weiterhin stark spanisch geprägt.
Über die Jahre triumphierten u.a. Erik Zabel (1997), Erik Dekker (2001), Óscar Freire (2007), Alejandro Valverde (2012, 2013, 2014, 2016 und 2017), Chris Froome (2015) und weitere… 2023 dominierte Tadej Pogacar das Rennen, während 2025 sein Teamkollege Pavel Sivakov die Gesamtwertung gewann.

Profil Etappe 1: Benahavís - Pizarra

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Etappe 1: Benahavís - Pizarra, 163,9 Kilometer
Der Start erfolgt in Benahavís – und ganz im Stil der Vuelta a Andalucia wartet gleich zu Beginn womöglich der härteste Anstieg der Rundfahrt. Diese Ausgabe bietet keine reinen Hochgebirgsetappen, aber lange Anstiege. Zum Auftakt stehen 20 Kilometer mit 5% im Schnitt an.
2700 Höhenmeter auf 163 Kilometern sind nicht brutal, liegen jedoch überwiegend in der ersten Rennhälfte. Das Finale ist weitgehend flach, daher spricht vieles für einen Sprint. Von einer klassischen Sprintetappe kann man dennoch nicht sprechen: Der Start ist für schwächere Kletterer hart, und als Auftaktetappe ist sie prädestiniert für eine erfolgreiche Ausreißergruppe.

Profil Etappe 2: Torrox - Otura

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Etappe 2: Torrox - Otura, 138,8 Kilometer
Etappe 2 erinnert im Profil an den Auftakt, nur liegt der Hauptanstieg näher am Ziel. Der Tag ist kurz: Start in Torrox, Ziel in Otura, lediglich 138 Kilometer. Zu Beginn sorgen kurze, explosive Anstiege für Selektion und eine starke Gruppe – danach kann das Rennen erneut an einem langen Berg aufbrechen.
Der Puerto de la Cabra misst 25 Kilometer bei 4,6% im Schnitt, inklusive eines längeren Flachstücks. Wird hier hart gefahren, kann es schwer werden. Die Kuppe liegt 76 Kilometer vor dem Ziel – nach Maßstäben des Jahres 2026 keine unüberbrückbare Distanz für Attacken. Es folgen flache Passagen und moderat schwere Anstiege. Taktik könnte dominieren, ein Sprint auf der leicht ansteigenden Zielgeraden in Otura ist aber ebenso möglich.

Profil Etappe 3: Jaén - Lopera

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Etappe 3: Jaén - Lopera, 181 Kilometer
Etappe 3 folgt einem anderen Muster: keine langen Anstiege, dafür viele kurze. Eine klassische „Rompe-piernas“-Etappe – nicht extrem hart, aber mit ständigen Wellen, die Kräfte zehren und das Finale selektiver machen können als erwartet.
Nach dem Start in Jaén wartet früh ein Anstieg mit Bonussekunden auf der Kuppe, dessen letzte 1,5 Kilometer 7,5% im Schnitt aufweisen. Schwer zu kontrollieren, Teams mit Breite könnten das nutzen. Die übrigen Anstiege sind meist gut fahrbar. Im Finale führen breite, exponierte und wenig technische Straßen nach Lopera – ideal für eine geordnete Verfolgung. Ein Sprint ist wahrscheinlich, erneut mit leicht ansteigender Zielgerade.

Profil Etappe 4: Montoro - Pozoblanco

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Etappe 4: Montoro - Pozoblanco, 166,1 Kilometer
Etappe 4 startet in Montoro und ist wohl die sprinterfreundlichste des Rennens. Ganz flach ist sie wie in Andalusien üblich nicht, doch das größte Hindernis liegt früh, und die Steigungen überschreiten selten längere Zeit die 5%. 14 Kilometer vor dem Ziel gibt es den einzigen „Goldenen Kilometer“ der Rundfahrt auf flacher Straße – ein potenzieller Auslöser für späte Angriffe.
Einen Massensprint zu verhindern, wird dennoch schwierig. Das Finale ist sehr geradlinig, allerdings zieht der Schlusskilometer wieder leicht an. Es wird kein reiner Punch, sondern ein Sprint, bei dem Beine und Timing ebenso zählen wie Peak Power.

Profil Etappe 5: La Roda de Andalucía - Lucena

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Etappe 5: La Roda de Andalucía - Lucena, 167,6 Kilometer
Zum Abschluss wartet eine hügelige Etappe – die vielleicht einzige, auf der realistisch große Angriffe nahe dem Ziel Unterschiede machen können. Start in La Roda de Andalucía, Ziel nach 167 welligen, tückischen Kilometern in Lucena.
Im Finale steht ein Rundkurs an. Zweimal geht es über den Alto de la Primera Cruz, 2,8 Kilometer bei 5,9%, mit der Kuppe nur 4,7 Kilometer vor dem Ziel. Beide Auffahrten sind mit Bonussekunden versehen (die erste 26,7 km vor dem Ziel) und könnten entscheidend sein. Beim letzten Mal wird bergauf mit hoher Pace gefahren. Da es anschließend komplett bergab zurück in die Stadt geht, kann jede Lücke über der Kuppe nicht nur den Etappensieg, sondern auch die Gesamtwertung entscheiden.
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