
Am kommenden Samstag, 21. September, findet das entscheidende Zeitfahren der Tour de Luxembourg 2024 statt (knapp 16 km). Es ist ein Schlüsseltag für die Gesamtwertung, bei der wir Mauri Vansevenant, Mathieu van der Poel und Marc Hirschi als die Hauptfavoriten und Juan Ayuso als den Hauptfavoriten für den Etappensieg sehen. RadsportAktuell hat für Sie die Startzeiten in Reihenfolge:
In der Startreihenfolge des Zeitfahrens wird als erster der britische EF-Fahrer Jack Rootkin-Gray um 14:44 Uhr auf die Strecke gehen, während der Führende Mauri Vansevenant um 16:00 Uhr startet, 2 Minuten nach Mathieu van der Poel und 4 Minuten nach Marc Hirschi.
Weiterlesen
Reihenfolge Startnummer Zeit Teamname Land
1 44 14:14:00 ROOTKIN-GRAY Jack EFE GBR
2 116 14:15:00 SAJNOK Szymon Q36 POL
3 143 14:16:00 LONARDI Giovanni PTK ITA
4 183 14:17:00 KOCKELMANN Mathieu LUX LUX
5 25 14:18:00 WISNIOWSKI Lukasz TBV POL
6 24 14:19:00 VAN MECHELEN Vlad TBV BEL
7 134 14:20:00 VERCOUILLIE Victor TFB BEL
8 182 14:21:00 KESS Alexandre LUX LUX
9 31 14:22:00 CHAMBERLAIN Andrew Oscar DAT AUS
10 81 14:23:00 MOSCON Gianni SOQ ITA
11 12 14:24:00 DILLIER Silvan ADC SUI
12 52 14:25:00 PITHIE Laurence GFC NZL
13 2 14:26:00 ALVES OLIVEIRA Ivo Manuel UAD POR
14 164 14:27:00 FROIDEVAUX Robin TUD SUI
15 175 14:28:00 PEDERSEN Breiner Henrik UXM DEN
16 111 14:29:00 AZPARREN IRURZUN Xabier Mikel Q36 ESP
17 166 14:30:00 HOLZER Roman TUD SUI
18 136 14:31:00 VAN HEMELEN Vincent TFB BEL
19 115 14:32:00 LUDVIGSSON Tobias Q36 SWE
20 62 14:33:00 BERNARD Julien LTK FRA
21 91 14:34:00 VAN DER SANDE Tosh TVL BEL
22 184 14:35:00 URY Noé LUX LUX
23 131 14:36:00 BONNEU Kamiel TFB BEL
24 6 14:37:00 POLITT Nils UAD GER
25 155 14:38:00 TURGIS Anthony TEN FRA
26 64 14:39:00 PEDERSEN Mads LTK DEN
27 83 14:40:00 VERVAEKE Louis SOQ BEL
28 71 14:41:00 MILESI Lorenzo MOV ITA
29 92 14:42:00 LAPORTE Christophe TVL FRA
30 104 14:43:00 PAASSCHENS Mathijs LTD NED
31 124 14:44:00 MAIRE Adrien TDT FRA
32 105 14:45:00 ADAMIETZ Johannes LTD GER
33 176 14:46:00 NIELSEN Magnus Cort UXM DEN
34 61 14:47:00 KIRSCH Alex LTK LUX
35 125 14:48:00 NIELSEN Andreas Stokbro TDT DEN
36 173 14:49:00 KULSET Johannes UXM NOR
37 63 14:50:00 GHEBREIGZABHIER Amanuel LTK ERI
38 101 14:51:00 CURRIE Logan LTD NZL
39 15 14 14:52:00 MICHELS Jente ADC BEL
40 106 14:53:00 WILSLY Gregaard Jonas LTD DEN
41 36 14:54:00 VENDRAME Andrea DAT ITA
42 22 14:55:00 STANNARD Robert TBV AUS
43 141 14:56:00 BAIS Davide PTK ITA
44 84 14:57:00 MASNADA Fausto SOQ ITA
45 185 14:58:00 WALLENBORN Arno LUX LUX
46 26 14:59:00 WRIGHT Fred TBV GBR
47 132 15:00:00 CLYNHENS Toon TFB BEL
48 32 15:01:00 HÄNNINEN Jaakko DAT FIN
49 112 15:02:00 DONOVAN Mark Jamie Q36 GBR
50 45 15:03:00 RUTSCH Jonas EFE GER
51 114 15:04:00 HOWSON Damien Craig Q36 AUS
52 51 51 15:05:00 GENIETS Kévin GFC LUX
53 41 15:06:00 COSTA Rui EFE POR
54 151 15:07:00 JOUSSEAUME Alan TEN FRA
55 102 15:08:00 VANHOUCKE Harm LTD BEL
56 35 15:09:00 TRONCHON Bastien DAT FRA
57 5 15:10:00 GROSSSCHARTNER Felix UAD AUT
58 146 15:11:00 SERRANO RODRIGUEZ Javier PTK ESP
59 56 56 15:12:00 ROLLAND Brieuc GFC FRA
60 23 15:13:00 CARUSO Damiano TBV ITA
61 142 15:14:00 BAIS Mattia PTK ITA
62 85 15:15:00 REINDERINK Pepijn SOQ NED
63 42 15:16:00 CHAVES RUBIO Jhoan Esteban EFE COL
64 181 15:17:00 JUNGELS Bob LUX LUX
65 66 15:18:00 SIMMONS Quinn LTK USA
66 74 15:19:00 BARTA William MOV USA
67 95 15:20:00 STAUNE-MITTET Johannes TVL NOR
68 96 15:21:00 GRAAT Tijmen TVL NED
69 55 15:22:00 MOLARD Rudy GFC FRA
70 123 15:23:00 DE VRIES Hartthijs TDT NED
71 54 15:24:00 MADOUAS Valentin GFC FRA
72 135 15:25:00 MARIS Elias TFB BEL
73 121 15:26:00 BOUTS Jordy TDT BEL
74 4 15:27:00 FISHER-BLACK Finn Lachlan Fox UAD NZL
75 144 15:28:00 MAESTRI Mirco PTK ITA
76 171 15:29:00 ANDERSEN Idar UXM NOR
77 113 15:30:00 HAGEN Carl Fredrik Q36 NOR
78 43 15:31:00 RYAN Archie EFE IRL
79 34 15:32:00 PRODHOMME Nicolas DAT FRA
80 156 15:33:00 VUILLERMOZ Alexis TEN FRA
81 172 15:34:00 EIKING Odd Christian UXM NOR
82 73 15:35:00 BARRENETXEA GOLZARRI Jon MOV ESP
83 76 15:36:00 SANCHEZ MAYO Pelayo MOV ESP
84 165 15:37:00 STORER Michael TUD AUS
85 186 15:38:00 WENZEL Mats LUX LUX
86 3 15:39:00 AYUSO PESQUERA Juan UAD ESP
87 152 15:40:00 JEGAT Jordan TEN FRA
88 53 53 15:42:00 GAUDU David GFC FRA
89 93 15:44:00 KELDERMAN Wilco TVL NED
90 94 15:46:00 LEMMEN Bart TVL NED
91 145 15:48:00 PIGANZOLI Davide PTK ITA
92 21 15:50:00 TIBERI Antonio TBV ITA
93 46 15:52:00 SWEENY Harrison EFE AUS
94 103 15:54:00 KRON Andreas Lorentz LTD DEN
95 1 15:56:00 HIRSCHI Marc UAD SUI
96 11 15:58:00 VAN DER POEL Mathieu ADC NED
97 82 16:00:00 VANSEVENANT Mauri SOQ BEL
Quereingestiegener Schreiber für Radsport, Tennis oder auch mal Darts.
Klatscht 0Besucher 0
Gerade In
Beliebte Nachrichten
Aktuelle Kommentare
- Also bitte, 1 MRT und man weiß bescheid. Vorausgesetzt die Ärzte sind keine Vollpfosten. Ich schreibe das, weil schon wieder PPNl das Thema ist.Wurm30-10-2026
- Wer ist Kimi Antonelli und hat Mercedes jetzt ein Radteam?Wurm29-10-2026
- Sorry für meine Vertipper. Seltsam, dass man nichtmal 5 Minuten lang editieren kann.Wurm25-10-2026
- Ich bon etwas verwirrt, das ganze Jahr hieß es "Ineos hat mit Netcompany nen 100 Millionen Euro Fisch an Land gezogen. Plus das Total Enerfie Geld sollte doch genug vorhanden sein. Oder hat ne absurde Ablöse für Onley alles verbraucht? Dann sollte dwe Verantwortliche evtl gehangen werden ;)Wurm25-10-2026
- Hoffe sie setzen sich durch, ist überfällig und so kann's ja echt nicht weitergehen.Bonos10-10-2026
- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026








