SONDERMELDUNG: Königsetappe der Tour de Suisse könnte zu 30-Kilometer-Bergsprint werden

Radsport
durch Cycloon
Donnerstag, 06 Juni 2024 um 11:52
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SONDERMELDUNG: Die Tour de Suisse 2024 verspricht mit insgesamt fünf aufeinanderfolgenden Bergankünften eine der härtesten Ausgaben der jüngeren Geschichte zu werden. Der Stolz der Organisatoren war die sechste Etappe von Locarno nach Blatten, die über den Sonderpreis und höchsten Punkt der Strecke führte - den Nufenenpass. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen (Schnee) wird der Pass am kommenden Freitag jedoch nicht befahren werden können.
Darüber informiert der Veranstalter auf Tour de Suisse Twitter: "Die Königsetappe der Tour de Suisse ist für Freitag, 14. Juni 2024 geplant. Diese Etappe sollte ursprünglich von Locarno über den Nufenenpass ins Wallis nach Blatten-Belalp führen. Der Nufenenpass ist jedoch aufgrund der grossen Schneemengen immer noch unpassierbar. Dies bedeutet, dass die Königsetappe nicht wie geplant über den Nufenenpass führen wird."
Welche anderen Optionen haben die Organisatoren dann? "Die Leitung der Tour de Suisse klärt zurzeit mit den Behörden der Kantone Wallis, Tessin und Uri zwei alternative Routen ab. Variante A: Start in Locarno und über den Gotthard- und Furkapass ins Wallis. Variante B: Start in Ulrichen und Verkürzung der Etappe."
Die erste Option klingt wie eine sehr einschüchternde Alternative zur ursprünglichen Route, die den langen, aber stetigen Nufenenpass (22 km a 6%) durch zwei kürzere, aber wohl noch schwierigere Pässe ersetzt: Gotthard-Pass (17 km a 7%) und Furka-Pass (12 km a 7,5%). Der Furkapass wurde bei der fünften Etappe im vergangenen Jahr von der anderen Seite her bestiegen. Diese ging als dunkler Moment des Radsports in die Geschichtsbücher ein.
Andererseits würde eine verkürzte Etappe von Ulrichen das, was als Königsetappe geplant war, in einen relativ langweiligen Bergsprint verwandeln, mit nur 30 Kilometern meist bergab nach Breiten, wo die Fahrer für den Schlussanstieg rechts abbiegen würden. Als Radsportfan hoffet man, dass sich die Option A durchsetzen wird.