„Schade, dass Riccitello eine Lücke ließ“ – Cian Uijtdebroeks hadert nach Abfahrtsfehler bei der Katalonien-Rundfahrt mit teurem Zeitverlust

Radsport
Samstag, 28 März 2026 um 21:00
Cian Uijtdebroeks
Cian Uijtdebroeks haderte nach der sechsten Etappe der Volta a Catalunya mit dem, was möglich gewesen wäre – ein einzelner Moment in der Abfahrt konterte letztlich einen offensiven Plan für einen Sprung im Gesamtklassement.
Bei seinem ersten Etappenrennen nach einem Ellbogenbruch startete der Belgier als Neunter der Gesamtwertung und kletterte im Ziel um einen Platz. Das Ergebnis spiegelte jedoch nicht vollständig die Ambition wider, mit der er in die Etappe gegangen war. „Wir hatten geplant, an diesem Anstieg eine Selektion zu erzwingen und einige Fahrer vor mir im Klassement unter Druck zu setzen“, erklärte Uijtdebroeks im Ziel bei Sporza.

Aggressiver Plan greift nicht durch

Der Plan lebte am Anstieg kurz auf, als Uijtdebroeks die Favoritengruppe sprengen wollte, statt auf den Schlussanstieg zu warten. „Ich bin gegangen, aber wirklich mitgegangen ist niemand. Schade, denn ich hatte Lust, einen richtig harten Tag zu machen.“
Ohne Unterstützung verlor die Aktion schnell an Substanz. Mit einem langen Talabschnitt vor sich und dem herannahenden Feld entschied sich Uijtdebroeks gegen ein volles Bekenntnis zur Fernattacke. „Es hatte keinen Sinn, weiterzudrücken. Ein Solo über 60 Kilometer? Kurz dran gedacht, aber das Peloton war nicht weit, und es kam noch dieses Talstück.“

Entscheidender Moment in der Abfahrt

Die Weichen stellten sich anschließend in der folgenden Abfahrt, als die Spitze unter Druck zerfiel und die Positionierung entscheidend wurde.
Uijtdebroeks verlor den Anschluss an die Gruppe, die die Etappe prägen sollte. Er führte das auf eine kleine, aber kostspielige Lücke vor ihm zurück. „Schade, dass Riccitello eine Lücke ließ. Danach war alles durcheinander.“
Dieses Zögern reichte, um ihn von der entscheidenden Bewegung zu trennen. Vorn drückten Fahrer wie Remco Evenepoel und Jonas Vingegaard, während Uijtdebroeks dahinter Schadensbegrenzung betreiben musste.

Ermutigende Zeichen trotz Rückschlag

Trotz Ärger gab es Positives. Uijtdebroeks machte einen Platz im Klassement gut und zeigte nach seiner Verletzung aufsteigende Form. „Wir haben gegeben, was möglich war, und das Gefühl in den Beinen war gut. Ich bin sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Mit einer weiteren fordernden Etappe vor der Brust liegt der Belgier weiter auf Kurs Top 10 – auch wenn dieser Tag andeutete, dass noch mehr drin gewesen wäre.
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