Jonas Vingegaard hat seinen Griff auf die Volta a Catalunya mit einer weiteren Machtdemonstration am Schlussanstieg weiter gefestigt, reagierte nach zwischenzeitlichem Druck von
Red Bull - BORA - hansgrohe entschlossen und baute seinen Gesamtsieg-Vorsprung aus.
Der Däne erwies sich am Anstieg nach Queralt erneut als Stärkster. Er attackierte aus einer ausgewählten Favoritengruppe mit Remco Evenepoel und Florian Lipowitz, fuhr solo davon und holte den Etappensieg. Dahinter komplettierten Lenny Martinez und Lipowitz das Podium, womit das Gesamtklassement weiter zu Vingegaards Gunsten kippte.
Visma-Kontrolle trifft auf Red-Bull-Druck
Die Etappe wurde lange vor dem Schlussanstieg geordnet:
Team Visma | Lease a Bike kontrollierte hinter einer gefährlichen Ausreißergruppe mit Fahrern in Schlagdistanz der Gesamtwertung, darunter Richard Carapaz und Andreas Leknessund. „Wir wollten heute wieder auf Etappensieg fahren. Wir hatten eine gute Gruppe vorn und haben sie sehr, sehr lange richtig gut kontrolliert. Das ganze Team hat einen großartigen Job gemacht“, sagte Vingegaard im Ziel.
Diese Kontrolle wurde in der entscheidenden Abfahrt geprüft, als Red Bull - BORA - hansgrohe über Evenepoel das Tempo erhöhte, das Rennen auseinanderzog und die Favoriten selektierte. Mehrere Klassementfahrer verloren dort den Anschluss, darunter
Felix Gall, der letztlich deutlich Zeit einbüßte. „Dann hat Red Bull in der letzten steilen Abfahrt Druck gemacht, aber zum Glück war ich vorn dabei und in der ersten Gruppe am letzten Anstieg.“
Der entscheidende Vorstoß am Schlussanstieg
Von dort entschied eine Elitegruppe den Anstieg nach Queralt, mit Vingegaard, Evenepoel, Lipowitz, Martinez und Valentin Paret-Peintre im Kampf um den Tagessieg. „Ab da war es ein Duell zwischen sechs Fahrern“, erklärte Vingegaard. „Ich hatte noch Beine für eine Attacke; das habe ich gemacht. Ich konnte die anderen abschütteln; es war ein guter Tag.“
Seine Beschleunigung war entscheidend. Lipowitz und Martinez stritten um die verbleibenden Podestplätze, während Evenepoel und Paret-Peintre knapp dahinter auf den steilen Rampen Lücken aufrissen.
Gesamtwertung kippt klar
Das Ergebnis bringt Vingegaard vor der Schlussetappe in Barcelona klar in Führung. Er liegt nun 1 Minute und 22 Sekunden vor Martinez, Lipowitz folgt weitere acht Sekunden dahinter mit 1 Minute und 30 Sekunden Rückstand.
Paret-Peintre ist Vierter mit 1:43, Evenepoel komplettiert nach seiner Offensive in der Abfahrt und zu Beginn des Schlussanstiegs die Top fünf mit 2:17. Gall, der den Tag weiter vorne im Gesamtklassement begonnen hatte, fällt auf Platz sechs mit 3:17 zurück. Dahinter folgen Mattias Skjelmose, Cian Uijtdebroeks, Matthew Riccitello und Richard Carapaz in den Top zehn.
Vingegaard jubelt in seinem Markenzeichen-Stil
Blick richtet sich auf den Gesamtsieg
Mit dem Rennen nun fest in seiner Hand blickte Vingegaard nüchtern auf die finale Etappe, wohlwissend, dass das Terrain ihm nicht ideal liegt. „Der Sonntag ist vielleicht nicht die Art von Etappe, die mir am besten liegt. Wenn ich noch eine Etappe gewinnen kann, wäre das schön, aber der Hauptfokus liegt darauf, das Führungstrikot zu verteidigen.“
Mit zwei Gipfelsiegen in Serie und einem klaren Polster auf die nächsten Verfolger geht Vingegaard ins Finale, der Gesamtsieg deutlich in Reichweite.