„Remco ist diese Abschnitte noch einmal abgefahren“ – Evenepoel findet WM‐Zeitfahrstrecke technischer als gedacht

Radsport
Sonntag, 20 September 2026 um 11:00
Remco Evenepoel auf Etappe 6 der Tour de France 2026
Der Zeitfahrkurs der Weltmeisterschaften 2026 in Montréal hat am Samstagabend bei der Streckenbesichtigung mehrere Teams und Fahrer überrascht – darunter Favorit Remco Evenepoel.
Der 39,2-Kilometer-Rundkurs bietet einen technischen Auftakt und ein anspruchsvolles Finale. Im belgischen Lager hieß es, die Strecke sei schwieriger als erwartet. Schlaglöcher und rauer Asphalt dürften den dreifachen Weltmeister zusätzlich fordern.
Mit 220 Höhenmetern führt der Kurs durch Montréal, hinaus auf den Circuit Gilles Villeneuve und zurück in die Stadt zu einem ansteigenden Ziel. Obwohl der Mittelteil hohes Tempo begünstigt, könnten die technischen Passagen entscheidend sein.
Nach Evenepoels Besichtigung räumte Nationalcoach Serge Pauwels ein, dass der 26-Jährige zu den technischen Sektoren zurückkehrte, um diese Abschnitte nochmals abzufahren.
Remco Evenepoel fährt
Remco Evenepoel beim Zeitfahren der Tour de France 2026

Evenepoel empfindet den Kurs technischer als erwartet

„Er fand ihn technischer als erwartet“, sagte Pauwels gegenüber Het Nieuwsblad. „Vor allem die ersten und die letzten sechs Kilometer. Zwischen seinen zwei Runden ist Remco diese Abschnitte noch einmal abgefahren.“
Regen bereitet dem belgischen Team Sorgen, das zudem Alec Segaert und Rune Herregodts nominiert hat. Man stellte auch fest, dass einige im April vermerkte Schlaglöcher nicht vollständig gefüllt, sondern lediglich ausgebessert wurden.
„In diesem verwinkelten Auftakt bist du in der Leistung limitiert, besonders wenn es regnet“, sagte Pauwels.
„Du wirst viel bremsen müssen, und die Kurven werden tatsächlich zu Erholungsphasen.“

Evenepoel enttäuscht über enges Besichtigungsfenster

Vor der Streckenbesichtigung äußerte Evenepoel seinen Unmut darüber, dass die Straßen nur für ein zweistündiges Trainingsfenster gesperrt wurden.
„Es ist ärgerlich, dass wir nur zwei Stunden bekommen, zumal es eine große 40-Kilometer-Runde ist“, sagte Evenepoel bei Sporza.
„Es wird ein bisschen ein Puzzle. Vielleicht können wir irgendwo abkürzen, damit wir einen Teil der Strecke etwas öfter sehen. Zum Glück ist es für alle gleich. Das ist der Vorteil.“
Evenepoel gibt zu, dass er sich ein längeres Zeitfahren gewünscht hätte: „Weil es so flach ist, hätten sie es vielleicht etwas länger machen können. Es bleibt ein langer Einsatz, vor allem wegen der langen Geraden. Es wird ständig Druck auf den Pedalen sein.“
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