Remco Evenepoel glänzte auf dem Kopfsteinpflaster Flanderns – doch ein Paris-Roubaix-Debüt wird 2026 nicht stattfinden

Radsport
Dienstag, 07 April 2026 um 17:15
Remco Evenepoel
Remco Evenepoel hat seinen Debütstart bei der Flandern-Rundfahrt bis zuletzt geheim gehalten. Ob das für Paris–Roubaix ähnlich läuft, klären die nächsten Tage. Laut gut informierten belgischen Quellen ist das jedoch nicht der Fall: Die Entscheidung, dass der Red Bull - BORA - hansgrohe-Profi nicht im „Hell of the North“ startet, ist bereits gefallen.
Das überrascht letztlich kaum. Die Flandern-Rundfahrt stand von Beginn an in Evenepoels Programm und wurde in einen März-Kalender mit Höhentrainingslager und Katalonien-Rundfahrt eingebettet. Als Heimrennen und nur eine Woche nach Katalonien, wo er seine Form testete, war Flandern die logische Wahl. Er wurde Dritter, begünstigt von einem Rennen ohne große taktische Verwicklungen und ohne extremes Positionsrisiko. In Paris–Roubaix hingegen sind die Gefahren unvermeidbar: flaches Profil, endlose Pavé-Sektoren, das wohl riskanteste Straßenrennen des Kalenders.
Evenepoel zielt auf die Ardennen-Klassiker, mit Lüttich–Bastogne–Lüttich als Schlüsselziel, wo er Tadej Pogacar wohl als einziger Paroli bieten kann. In dieser Logik würde Paris–Roubaix seine Vorbereitung stören, zumal seine Stärken dort deutlich weniger zum Tragen kommen als in Flandern, wo Anstiege das Rennen entscheiden.
„Remco wird Paris–Roubaix nicht fahren. Der Plan ist, wie vorgesehen, den Fokus auf die Ardennen-Klassiker zu richten“, schrieb Het Nieuwsblad am Montag. „Nach seinem beeindruckenden Debüt am Sonntag bei der Ronde können wir Roubaix künftig ins Auge fassen, aber vorerst halten wir am aktuellen Plan fest.“ Die deutsche Mannschaft hat mehrere Optionen für Roubaix, darunter Jordi Meeus, Laurence Pithie, Gianni Vermeersch und einen der Frühjahrsentdeckungen, Tim van Dijke.
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