Tadej Pogacar und
Remco Evenepoel könnten wegen des Bahnübergangs, der die
Flandern-Rundfahrt 2026 prägte, beide mit hohen Geldstrafen belegt werden. Bestätigt ist das noch nicht und es bleibt ein Thema für breite Diskussionen. In den Stunden nach dem Rennen ahndete die Jury von „De Ronde“ jedoch offiziell zwei getrennte Vorfälle, an denen das Duo während des Rennens beteiligt war.
Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Situationen. Im ersten Fall gehören Pogacar und Evenepoel zu mehreren Dutzend Fahrern, die bei einem Bahnübergang bei Rot überquerten, wodurch das Peloton entzwei geriet.
Dies könnte zu einer Geldstrafe von bis zu 4.000 € und sogar einem vorübergehenden Fahrverbot führen.
Dieser Vorfall, der auch Kritik der UCI auslöste und eine Debatte in den sozialen Medien entfachte, hat jedoch noch keine offiziellen Konsequenzen. Offizielle Folgen hatten hingegen zwei weitere Aktionen der beiden Hauptakteure später im Rennen.
Pogacar wirft Abfall weg und Evenepoel wird für „sticky bottle“ bestraft
Als der offizielle Rennbericht am späten Nachmittag erschien, stachen auf der Entscheidungsseite der Kommissäre zwei Namen hervor. Es waren die des Ersten und des Dritten des Rennens.
Tadej Pogacar wurde wegen Wegwerfens außerhalb einer Abfallzone mit 500 Schweizer Franken und zusätzlich 25 UCI-Punkten bestraft. Solche Entscheidungen sind nicht ungewöhnlich, treffen aber häufiger Fahrer an der Spitze, die länger im TV-Bild sind und dadurch leichter zu erwischen.
Bei Remco Evenepoel hatte die Strafe einen anderen Grund: eine „sticky bottle“. Der Olympiasieger hielt sich beim Flaschenreichen Berichten zufolge zu lange am Team-DS fest, was die Kommissäre nicht durchgehen ließen. Er erhielt 250 Schweizer Franken Geldstrafe, während DS Sven Vanthourenhout im Auto weitere 500 zahlen muss.