Wout van Aert mit Tour-de-France-Rückschlag – belgischer Star reiste nicht mit den Visma-Teamkollegen ins Höhentrainingslager

Radsport
Montag, 15 Juni 2026 um 16:15
Wout van Aert
Wout van Aerts Wettlauf gegen die Zeit für die Tour de France läuft. Der belgische Star erholt sich von einer Infektion an einer Ellbogenwunde, die ursprünglich durch einen Trainingssturz vor zwei Wochen verursacht wurde, und will seine Genesung „Tag für Tag“ angehen.
Beim Eintreffen zur Tour Auvergne-Rhône-Alpes mit bandagiertem Ellbogen wirkte der 31-Jährige zunächst gezeichnet, ehe er sich auf der 5. Etappe mit einem Sprintsieg zurückmeldete. Doch die Freude wich Sorge, als später bestätigt wurde, dass er das Rennen verlassen und nach Belgien zurückkehren würde.
Da sich insbesondere die Wunde am Ellbogen entzündete und die Schmerzen zunahmen, ließ er sich untersuchen, woraufhin die Infektion bestätigt wurde. Dadurch steht sein geplantes Höhentrainingslager mit den Teamkollegen in Tignes für die Tour de France in Frage.

Van Aert reist nicht ins Höhentrainingslager

Ein Update vom Sonntag von Sporza-Kommentator Christophe Vandegoor, der mit Van Aerts Manager Jef Vandebosch gesprochen hatte, ergab, dass vermutlich die Position auf dem Zeitfahrrad die Wunde reizte und zur Infektion führte – konkret die Aero-Position an den speziellen Aufliegern.
Sporzas Vandegoor sagte: „Die Wunde wurde im Krankenhaus Herentals behandelt. Man glaubt, dass die Reizung durch die Position am Zeitfahrlenker während des Mannschaftszeitfahrens verstärkt wurde.“
Het Nieuwsblad berichtet inzwischen, dass Van Aert am Montag nicht mit dem Team gereist ist. Ob er später zum Lager stößt oder ob dies seine Teilnahme an der Tour de France beeinträchtigt, ist nicht bestätigt.

Countdown bis 04.07. für Visma und van Aert

Mit dem Grand Départ der Tour in weniger als zwei Wochen und einer kräftezehrenden, hochintensiven ersten Etappe als Mannschaftszeitfahren läuft die Zeit gegen den Paris-Roubaix-Sieger.
Der 04.07. ist nun der Schlüsseltag für Van Aert. Zwar steht er nicht unter Druck, vom Start einer Grand Tour an in absoluter Topform zu sein, doch Visma will einen starken Auftakt und hatte wohl auf einen starken Van Aert im Mannschaftszeitfahren gesetzt.
Kapitän Jonas Vingegaard peilt seinen dritten Tour-de-France-Titel an, weiß aber, dass Tadej Pogačar im Weg steht – der am Donnerstag selbst bei der Tour de Suisse startet.
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