Allgemein als größter Radfahrer der Geschichte angesehen, hat der 80-jährige
Eddy Merckx am Montag eine erfolgreiche operative Hüftspülung überstanden, um eine seit Wochen anhaltende Infektion zu stoppen. Der Eingriff, kombiniert mit einer Antibiotikatherapie, soll die Keimlast senken und seinen Zustand stabilisieren.
„Jetzt heißt es abwarten, aber auf jeden Fall geht es ihm gut“, erklärte sein Sohn Axel Merckx nach dem Eingriff, in Aussagen, die von
Het Laatste Nieuws berichtet wurden.
Die Hospitalisierung wurde notwendig, nachdem der legendäre „Kannibale“ erneut Komplikationen durch eine Anfang dieses Monats festgestellte Hüftinfektion erlitt. Sie reiht sich in einen langen medizinischen Prozess ein, der im Dezember 2024 begann, als er sich nach einem Radsturz in Hombeek einen Bruch zuzog.
Nach diesem Unfall erhielt Merckx eine Hüftprothese, doch der Verlauf entsprach nicht den Erwartungen. Das Implantat verband sich nicht ausreichend mit dem Knochen, was erneute Operationen erzwang und die Genesung verzögerte.
Sechs Operationen in einem halben Jahr
Seitdem stand der fünfmalige Tour-de-France-Sieger binnen kaum eines halben Jahres sechsmal im OP, mit insgesamt vier verschiedenen Prothesen. Sämtliche Eingriffe erfolgten in Vollnarkose, was in seinem Alter besonders fordernd ist.
Nach der letzten Operation im September des vergangenen Jahres schien sich die Lage zu stabilisieren. Die jüngste Infektion brachte den Genesungsprozess jedoch erneut aus dem Tritt.
„Aber der Verlauf war nicht so gut, wie wir gehofft hatten“, räumte Axel Merckx ein und begründete damit die Intensivierung der Behandlung.
Eine aggressivere Behandlung
Da die anfängliche Antibiotikakur nicht den gewünschten Effekt brachte, entschied sich das Ärzteteam für eine konsequentere Maßnahme. Der Eingriff bestand in einer operativen Spülung der Prothese, ebenfalls unter Vollnarkose, um Eiter und infiziertes Gewebe zu entfernen und die bakterielle Infektion zu bekämpfen.
„Alles verlief nach Plan. Er ist von der Intensivstation auf ein normales Zimmer verlegt worden und es geht ihm den Umständen entsprechend gut“, versicherte sein Sohn.
Fortschritt im Blick
Als Nächstes wird beobachtet, wie sein Körper auf die Behandlung reagiert. Sein Verlauf bestimmt den Zeitplan der Genesung, in einem Prozess, der nach Einschätzung seines Umfelds Zeit und Geduld erfordert.
„Jetzt müssen wir sehen, ob die Spülung die gewünschte Wirkung hat“.
Eddy Merckx 1974 in Aktion.