Primoz Roglic gehört derzeit zu den prominentesten Fahrern auf dem
Transfermarkt. Die Frage, wo der Slowene seine Karriere fortsetzen wird, sorgt in der Radsportwelt für große Spannung. Nun zeichnet sich eine überraschende Möglichkeit ab: Eine Rückkehr zu
Visma - Lease a Bike steht offenbar im Raum. Zwischen dem niederländischen Team und seinem ehemaligen Kapitän soll es bereits erste Gespräche gegeben haben.
2024 wechselte Roglic zu
Red Bull - BORA - hansgrohe, doch seine Stellung innerhalb der deutschen Mannschaft hat sich in den vergangenen drei Jahren zunehmend verändert. Während Florian Lipowitz zum Leistungsträger heranreifte und mit Remco Evenepoel ein weiterer Spitzenfahrer verpflichtet wurde, rückte der Slowene immer weiter aus dem Zentrum der sportlichen Planungen. Schon im Frühsommer stand fest, dass Roglic das Team verlassen würde. Wohin es ihn anschließend ziehen könnte, blieb allerdings ebenso offen wie die Frage, ob er seine Profikarriere überhaupt fortsetzen würde.
Starke Saisonleistungen machen Roglic erneut zum begehrten Transferziel
Mit seinen Leistungen in den letzten Monaten der Saison lieferte Roglic jedoch überzeugende Argumente für eine Fortsetzung seiner Laufbahn. Der 36-Jährige sicherte sich bei der Europameisterschaft den Titel im Einzelzeitfahren und belegte bei der Vuelta a Espana den zweiten Gesamtrang. Damit unterstrich der Slowene eindrucksvoll, dass er auch im fortgeschrittenen Radsportalter weiterhin das Potenzial besitzt, eine Grand Tour zu gewinnen.
Primoz Roglic könnte vor einer überraschenden Rückkehr zu Visma - Lease a Bike stehen. Der Slowene feierte beim niederländischen Rennstall zahlreiche seiner größten Karriereerfolge und zählt nach seinem Abschied von Red Bull - BORA - hansgrohe zu den begehrtesten Fahrern auf dem Transfermarkt.
Seine starken Ergebnisse haben nicht nur die Aussichten auf einen Verbleib im Profipeloton verbessert, sondern offenbar auch das Interesse mehrerer Mannschaften geweckt. Wie das niederländische Radsportportal
Wielerflits berichtet, hat sich Visma - Lease a Bike bereits nach den Zukunftsplänen seines ehemaligen Kapitäns erkundigt. Die Kontaktaufnahme könnte ein erstes Signal dafür sein, dass der Rennstall eine erneute Verpflichtung ernsthaft in Betracht zieht.
Mehrere Teams kämpfen um Roglic – wer setzt sich im Transferpoker durch?
Sollte Visma - Lease a Bike tatsächlich in das Rennen um Roglic eingestiegen sein, müsste sich die niederländische Mannschaft gegen namhafte Konkurrenz behaupten. Trotz seines Alters bleibt der Slowene ein äußerst wertvoller Fahrer, der nicht nur Siege und Spitzenplatzierungen verspricht, sondern bei Bedarf auch wichtige UCI-Punkte sammeln kann. Gerade für Mannschaften, die auf eine starke Position in der Weltrangliste angewiesen sind, könnte das ein entscheidendes Argument sein.
In den vergangenen Monaten wurde Roglic bereits mit verschiedenen Teams in Verbindung gebracht. Besonders häufig fiel dabei der Name Tudor Pro Cycling Team. Äußerungen des Slowenen nach seinem Saisonende ließen zudem vermuten, dass ihm bereits ein konkretes Angebot vorgelegen haben könnte.
Auch Lotto - Intermarché wurde wiederholt als möglicher neuer Arbeitgeber gehandelt. Ein Wechsel zu dieser Mannschaft würde zweifellos zu den überraschendsten Personalentscheidungen der laufenden Transferperiode zählen.
Darüber hinaus berichtete Wielerflits von einem gewissen Interesse seitens Pinarello - Q36.5 Pro Cycling Team und XDS Astana Team. Beide Mannschaften sollen eine Verpflichtung des erfahrenen Rundfahrtspezialisten zumindest in Erwägung gezogen haben. Roglic gehört mittlerweile seit mehr als einem Jahrzehnt zum Fahrerfeld der WorldTour und bringt entsprechend große Erfahrung auf höchstem Niveau mit.
Für den nächsten Abschnitt seiner Karriere dürften allerdings nicht allein die sportlichen Möglichkeiten und Vertragsbedingungen ausschlaggebend sein. Auch persönliche Ziele und neue Motivationen könnten bei der Entscheidung des Slowenen eine wichtige Rolle spielen.
Rückkehr zu den Wurzeln? Roglic feierte bei Visma seine größten Erfolge
Visma - Lease a Bike könnte seinerseits gute Gründe haben, sich um eine Rückkehr des früheren Erfolgsgaranten zu bemühen. Nach dem Abschied von Simon Yates im vergangenen Winter hat sich der niederländische Rennstall auf dem Transfermarkt bislang auffällig zurückgehalten. Für die Saison 2027 wurde bisher lediglich Mark Donovan von Pinarello verpflichtet. Eine Rückkehr von Roglic würde die bislang eher unspektakulären Transferaktivitäten des Teams mit einem Schlag in ein völlig anderes Licht rücken.
Welche sportliche Rolle der Slowene im Falle einer erneuten Zusammenarbeit übernehmen würde, ist derzeit noch unklar. Allerdings wäre ihm das Umfeld bestens vertraut. Zwischen 2016 und 2023 stand Roglic bei der niederländischen Mannschaft unter Vertrag und entwickelte sich dort vom vielversprechenden Quereinsteiger zu einem der besten Rundfahrt- und Zeitfahrspezialisten seiner Generation.
Seine gemeinsame Erfolgsgeschichte mit dem Team ist beeindruckend: Drei Gesamtsiege bei der Vuelta a Espana, der Triumph beim Giro d'Italia und olympisches Gold im Einzelzeitfahren zählen zu den größten Höhepunkten seiner Karriere. Hinzu kommt die Tour de France 2020, bei der Roglic den Gesamtsieg nur knapp verpasste. Auch den überwiegenden Teil seiner insgesamt 93 Profisiege feierte er im Trikot der niederländischen Mannschaft, darunter Dutzende Erfolge auf WorldTour-Niveau.