Paul Seixas könnte Tadej Pogacars neuer Rivale werden – Bericht: UAE wollen das verhindern und das französische Supertalent verpflichten

Radsport
Sonntag, 08 März 2026 um 11:45
Paul Seixas
Laut dem belgischen Medium HLN ist UAE Team Emirates - XRG offenbar daran interessiert, den jungen Franzosen Paul Seixas zu verpflichten, um die langfristige Struktur an der Seite von Tadej Pogacar zu stärken. Das könnte die Perspektive des Profiradsports deutlich verändern, sobald der 19-Jährige Ende 2027 aus seinem aktuellen Vertrag läuft.

UAE-Plan mit Seixas und Pogacar

Der Bericht legt nahe, dass die Emiratis bereits Schritte unternommen haben, um den Fahrer zu holen – ein auffälliger Vorstoß angesichts seines Profils und der üblichen Personalpolitik des Teams. In den vergangenen Jahren hat die Mannschaft ihr Budget genutzt, um sowohl einige der aktuell weltbesten Profis als auch zahlreiche Top-U23-Fahrer zu verpflichten. In gewisser Weise passt Seixas in beide Kategorien.
Bei Strade Bianche fuhr der Decathlon CMA CGM Team-Profi auf einen brillanten zweiten Platz und war Pogacar am nächsten. Nach seinem Auftritt bei den Europameisterschaften im vergangenen Jahr, dem Sieg bei der Tour de l'Avenir und dem jüngsten Solotriumph bei der Faun-Ardèche Classic hat er sein gesamtes Potenzial untermauert. In so jungem Alter performt er auf einem Niveau über dem seiner Altersgenossen, darunter Pogacar selbst und Remco Evenepoel, was Fragen nach seiner physiologischen Obergrenze aufwirft.
Die belgische Meldung steht zudem im Kontrast zu jüngsten Aussagen von Joxean Fernández Matxín, dem Head of Sport des Teams, der erklärt hatte, es gebe kein Interesse am Franzosen. Sie widerspricht auch Berichten aus Frankreich der vergangenen Monate, wonach sich Seixas beim Decathlon CMA CGM Team wohlfühle – in einem Umfeld, das der Rennstall selbst als sehr familiär und ideal für seine Entwicklung beschreibt.

UAE’s Interesse am designierten Erben

Mit Isaac del Toro hat UAE bereits einen Youngster, der in den vergangenen Jahren Leistungen nahe an jene von Tadej Pogacar heranreicht. Doch Radsport ist in stetiger Bewegung, und wenn die Chance besteht, weiteres Talent mit ähnlicher Perspektive zu sichern, sollte UAE dank seiner finanziellen Überlegenheit gegenüber den meisten Teams im Peloton an vorderster Front agieren.
Seine Entwicklung hat zuletzt rasant Fahrt aufgenommen, sodass viele im WorldTour-Peloton ihn inzwischen als einen der vielversprechendsten Fahrer seiner Generation sehen. Auftritte in hochklassigen Rennen und seine Fähigkeit, auf anspruchsvollen Parcours zu liefern, zementieren das Bild eines Fahrers, der künftig um große Ziele kämpfen kann.
Seixas steht bis Ende 2027 unter Vertrag, was dem französischen Team zwei weitere Saisons mit ihm garantiert, ihn aber ab 2028 offenlässt. Sicher ist: Die Gespräche werden dieses Jahr nicht auf Eis liegen. Vielmehr dürften im Frühjahr und Sommer von beiden Seiten erhebliche Angebote ins Rennen geschickt werden, um das beste Paket zu schnüren.
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Offene Zukunft trotz Gerüchten

Trotz der Berichte aus Belgien gibt sich das Umfeld des Fahrers gelassen. In Frankreich wird immer wieder betont, dass Seixas beim Decathlon CMA CGM Team glücklich ist und das Mannschaftsklima schätzt, in dem er ohne den Druck einer dominanten Superstruktur im Peloton weiterreifen könne.
Ein Debüt bei der Tour de France gilt in diesem Sommer als wahrscheinlich und könnte seine künftigen Entscheidungen prägen. Wie bei Remco Evenepoel ist es sehr wahrscheinlich, dass Grand Tours zum Hauptziel werden. In der aktuellen Landschaft gilt es als Muss, Teil eines absoluten Kletter-Spitzenteams zu sein, um realistische Chancen auf den Toursieg zu haben. UAE Team Emirates - XRG und Team Visma | Lease a Bike dominieren jede Ausgabe seit 2020; Red Bull - BORA - hansgrohe und Lidl-Trek rüsten mit massiv erhöhten Budgets auf, um in den Kampf einzusteigen.
Offizielle Bestätigungen zu Gesprächen gibt es bislang nicht. Doch das UAE zugeschriebene Interesse zeigt, wie sehr der junge Franzose inzwischen zu den am genauesten beobachteten Namen im Radsport zählt. Das fällt in eine Phase, in der Pogacar seine Dominanz weiter ausbaut und der Markt abwägt, wer sein künftiger Rivale – oder sogar sein Teamkollege – werden könnte.
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