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„Paul Seixas dürfte diese Strecke gefallen, wenn er sich für den Giro entscheidet“ – Französischer Star steht nach Durchbruch bei der Tour de France vor Grand-Tour-Dilemma für 2027

Radsport
Paul Seixas ahead of Il Lombardia 2026
Paul Seixas könnte von der bergigen Strecke des Giro d'Italia 2027 profitieren. Eurosport-Kommentator Jeroen Vanbelleghem traut dem Franzosen zu, die Herausforderung zu genießen, sollte er in Italien sein Debüt geben. Nach Platz vier bei seiner ersten Tour de France und dem Sieg bei der Lombardei-Rundfahrt als jüngster Fahrer hat der 20-Jährige bereits die Möglichkeit ins Spiel gebracht, in der kommenden Saison den Giro-Gesamtsieg anzupeilen.
„Seixas wird diese Strecke ebenfalls sehr mögen, wenn er sich für den Giro entscheidet“, sagte Vanbelleghem am Dienstag nach der Streckenpräsentation in Rom gegenüber Eurosport. „Die Frage ist, für welche Grand Tour sich die Spitzenfahrer entscheiden.“
Seixas belegte bei der Tour de France 2026 im Alter von gerade einmal 19 Jahren den vierten Platz. Im Oktober gewann er anschließend WM-Bronze im Zeitfahren und feierte einen historischen Sieg bei der Lombardei-Rundfahrt. Zuvor hatte er in der Saison bereits La Flèche Wallonne sowie die Gesamtwertung der Itzulia Basque Country gewonnen.
Der Fahrer des Decathlon CMA CGM Team räumte inzwischen ein, dass ein Angriff auf den Gesamtsieg beim Giro 2027 eine Möglichkeit sei. Zugleich reizt ihn ein weiterer Start bei der Tour. Sein Rennprogramm dürfte während des Trainingslagers des Teams im Dezember festgelegt werden.
Paul Seixas auf der 2. Etappe der Tour de France 2026
Könnte Paul Seixas 2027 sein Giro-d'Italia-Debüt geben?

Giro-Debüt oder Rückkehr zur Tour de France?

Vanbelleghem verwies auf die acht Bergankünfte beim Giro, darunter das Bergzeitfahren nach Campo di Giove. Bei der Tour-Strecke 2027 stehen dagegen drei Bergankünfte auf dem Programm. „Der Giro ist ganz klar eine Strecke für Kletterer, aber auch die Puncheure werden auf ihre Kosten kommen“, erklärte er.
In der Schlusswoche geht es zweimal über den Mortirolo, dazwischen über den Passo di Gavia. Es folgen Madonna di Campiglio und am vorletzten Tag die Bergankunft auf dem Monte Zoncolan. Zudem stehen 56,9 Kilometer Einzelzeitfahren an, darunter ein 37,3 Kilometer langer Kampf gegen die Uhr zwischen Monza und Mailand.
Seixas’ WM-Bronze im Zeitfahren lässt vermuten, dass ihn die Prüfungen gegen die Uhr kaum schrecken dürften. Auch die 71 Kilometer Einzelzeitfahren bei der Tour müssen für ihn kein Nachteil sein. Mit seinem vierten Platz im Sommer liegt er zudem in Reichweite seines ersten Podiums in Frankreich.
Auch die Weltmeisterschaften in Haute-Savoie werden bei der Planung eine wichtige Rolle spielen. Seixas hat das bergige Straßenrennen als eines seiner Hauptziele für 2027 genannt. Der Giro im Mai und die Tour im Juli bieten dafür unterschiedliche Vorbereitungszeiträume.
Auch die Tour hat für ihn einen persönlichen Reiz. Die Strecke von 2027 führt durch Haute-Savoie, nahe dem Wohnort seiner Großeltern. Seixas hat diesen Aspekt bei der Erörterung seiner Optionen bereits hervorgehoben. Ende August finden in der Region außerdem die Weltmeisterschaften statt. Damit bietet sich ihm in einer Saison, in der er um seinen ersten Grand-Tour-Sieg kämpfen könnte, eine weitere Gelegenheit auf heimischen Straßen.
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