Soudal - Quick-Step startet mit einer ausgewogenen und ambitionierten Mannschaft in den Giro d’Italia 2026. Das belgische Team setzt dabei auf ein vielseitiges Aufgebot, das auf nahezu jedem Terrain Akzente setzen soll – ganz im Sinne der langjährigen Teamphilosophie, Etappensiege ins Visier zu nehmen.
Acht Fahrer mit unterschiedlichen Stärken bilden das Giro-Aufgebot der Mannschaft. Ob in Massensprints, auf schweren Bergetappen oder aus Ausreißergruppen heraus: Soudal - Quick-Step will sich während der drei Rennwochen offensiv präsentieren und in möglichst vielen Rennsituationen um Tageserfolge kämpfen.
Magnier im Fokus – Landa fehlt nach schwerem Rückschlag
Eigentlich sollte Mikel Landa das Team im Kampf um die Gesamtwertung anführen. Nach seinem bitteren Aus beim Giro-Auftakt im vergangenen Jahr, als er bereits am ersten Renntag mit einer schweren Verletzung aufgeben musste, wird der Spanier diesmal jedoch gar nicht an der Grand Partenza teilnehmen können. Bei der Baskenland-Rundfahrt zog sich Landa einen Beckenbruch zu, nachdem er von einem Ärztewagen angefahren worden war.
Paul Magnier soll für Soudal - Quick-Step beim Giro d’Italia 2026 in den Sprintankünften für Etappensiege sorgen
Im Mittelpunkt steht stattdessen
Paul Magnier. Der Franzose bestreitet seine zweite Grand Tour und soll vor allem in den Sprintankünften seine Stärke ausspielen. Unterstützt wird er dabei von Dries van Gestel und Jasper Stuyven, die ihn als erfahrene Anfahrer durch die hektischen Finals lotsen sollen. Stuyven selbst dürfte im Verlauf der Rundfahrt zudem seine Chancen aus Fluchtgruppen suchen.
Für die schweren Bergetappen setzt die Mannschaft auf die italienischen Fahrer
Filippo Zana, Gianmarco Garofoli und Andrea Raccagni. Das Trio erhält gezielt Freiheiten für eigene Etappenambitionen und dürfte insbesondere an Tagen mit vielen Höhenmetern offensiv agieren und den Sprung in Ausreißergruppen suchen.
Komplettiert wird das Aufgebot von Ayco Bastiaens und Fabio Van den Bossche. Gleichzeitig tritt Soudal - Quick-Step beim diesjährigen Giro in einem besonderen Look an: Zur Feier des 150-jährigen Jubiläums von Castelli fährt das Team in einem cremefarbenen Retro-Trikot im Vintage-Stil.
Sportdirektor
Davide Bramati blickt trotz der Herausforderungen optimistisch auf die Italien-Rundfahrt: „Es ist eines der besten, härtesten und unberechenbarsten Rennen der Saison, aber die Mannschaft für diese drei Wochen und der Ehrgeiz der Fahrer lassen uns glauben, dass wir beim Giro Akzente setzen können. Paul kehrt nach einem soliden Debüt im Vorjahr zurück, mit dem klaren Ziel Etappensieg, und er bekommt die Unterstützung eines erfahrenen Sprintzugs, der ihn durch chaotische Finals bringen kann.“
Der Italiener ergänzte: „Jasper kommt nach einer beeindruckenden Klassikersaison und kann ebenfalls um Topresultate fahren, während Filippo versucht, ein ordentliches Gesamtklassement zu erzielen. Die Strecke ist hart und die Lage kann sich täglich ändern, also geht er Etappe für Etappe, und gemeinsam schauen wir, wie es sich entwickelt. Blickt man auf unser Team, sieht man viele Fahrer, die vorne mitmischen können – im Sprint wie im Ausreißerzug. Das gibt uns Vertrauen. Die Stimmung ist ausgezeichnet, wir sind heiß auf den Start.“
Soudal Quick-Step – Aufgebot für den Giro d’Italia 2026
| Fahrer | Nationalität |
| Paul Magnier | Frankreich |
| Filippo Zana | Italien |
| Jasper Stuyven | Belgien |
| Ayco Bastiaens | Belgien |
| Gianmarco Garofoli | Italien |
| Andrea Raccagni | Italien |
| Fabio Van den Bossche | Belgien |
| Dries Van Gestel | Belgien |