Harte Zeiten für Patrick Lefevere vor den Weltmeisterschaften. Der Manager von Soudal - Quick-Step hat sich daran gewöhnt, dass Jahr für Jahr eine Handvoll Belgier seines Teams in die nationalen Auswahlen nominiert werden, aber das ist 2024 nicht der Fall, wenn nur Remco Evenepoel die Farben Belgiens in Zürich tragen wird.
"Belgien fährt zu den Weltmeisterschaften und nimmt sie mit: Remco Evenepoel als Leader und keinen einzigen Fahrer aus unserem Team. Ich werde nicht sagen, dass die Jungs, die ausgewählt wurden, ihren Platz nicht verdienen, aber es hinterlässt bei mir ein ungutes Gefühl", beginnt Lefevere seine regelmäßige Kolumne in Het Nieuwsblad.
Lefevere kann die Entscheidung von Sven Vanthourenhout, bestimmte Fahrer nicht mitzunehmen, verstehen: "Ich kann durchaus verstehen, dass Louis Vervaeke nach seiner schwierigen Vuelta nicht dabei ist. Louis selbst auch, hoffe ich. Pieter Serry war immer ein logischer Kandidat, aber er wurde Anfang Juni im Training von einem Auto angefahren und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung. Er hat erst Ende August wieder mit dem Rennsport begonnen."
Es gibt jedoch einige, die seiner Meinung nach eine Chance verdient hätten, ihr Land in Zürich zu vertreten: "Das bleibt: Ilan Van Wilder, der für mich immer seinen Platz in der Auswahl hatte."
Doch trotz dieser Meinungsverschiedenheit bewertet Lefevere Vanthourenhouts Zeit als belgischer Trainer positiv und meint sogar, dass er den Mann, der wahrscheinlich ein DS in einer Wettkampfmannschaft wird, vermissen wird:
"In einem früheren Leben hätte ich dem Nationaltrainer die Ohren langgezogen, aber Vanthourenhout ist in seinen letzten Wochen und ich stimme mit dem überein, was ich in den Zeitungen gelesen habe. Er hat seinen Job mehr als gut gemacht. Bei Fahrern wie Remco und Wout Van Aert muss man kein taktisches Genie sein, aber Sven hat alle widersprüchlichen Interessen, die mit der Nationalmannschaft verbunden sind, immer gut gemanagt. Nach der WM 2021 in Leuven stand das Exekutionskommando bereit, aber er hat die Wahrnehmung um seine Person komplett gedreht."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.